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Nach gutem Ergebnis : Siemens übt sich in Zurückhaltung

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Ziehen bei Siemens bald Wolken auf? Bild: dpa

Nach starken Zahlen blickt Siemens vorsichtiger auf das kommende Geschäftsjahr. Eine besonders profitable Sparte will der Konzern an die Börse bringen.

          Der Elektrokonzern Siemens stellt sich nach einem guten Geschäftsjahr auf zunehmenden Gegenwind ein. Die Umsätze dürften 2016/17 nur gering zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Für den Gewinn peilt Siemens eine Spanne von rund 5,8 bis 6,1 Milliarden Euro an. Dabei will der Konzern auch von Kostensenkungen profitieren.

          Das abgelaufene Jahr sei eines der besten in der Unternehmensgeschichte gewesen, berichtete Vorstandschef Joe Kaeser. Nun werde man weiter mit voller Konzentration an der Umsetzung des Unternehmensprogramms „Vision 2020“ arbeiten, mit dem Siemens wachstumsstärker und schlagkräftiger gemacht werden soll.

          Im vergangenen Geschäftsjahr schafften die Münchner ein Umsatzplus um fünf Prozent auf 79,6 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte um 5 Prozent auf 86,5 Milliarden Euro zu. Nach Steuern verdiente das Unternehmen 5,6 Milliarden Euro. Der Vorjahreswert von 7,4 Milliarden Euro hatte noch Milliardenerlöse aus dem Verkauf des Siemens-Anteils am Hausgerätehersteller BSH an Bosch sowie der Hörgerätesparte enthalten. Kaeser hatte die Prognose angesichts des guten Geschäftsverlaufs im vergangenen Jahr zwei Mal angehoben.

          Medizintechnik-Sparte soll an die Börse

          Mit den Plänen für eine Börsennotierung seiner Medizintechnik geht Siemens derweil den nächsten Schritt zur Verselbstständigung der Sparte. Mit einer Börsennotierung bekomme das Healthineers getaufte Geschäft mehr Eigenständigkeit für das angepeilte Wachstum, sagte Vorstandschef Joe Kaeser am Donnerstag in München. „Siemens Healthineers hat bereits Marktanteile gewonnen und verfügt über ein hervorragendes Portfolio an Spitzentechnologien, das wir weiter ausbauen“, sagte Kaeser.

          Wann und in welchem Umfang Siemens Anteile an die Börse bringt, will der Dax-Konzern später entscheiden und bekanntgeben. Die hänge auch vom Börsenumfeld ab und davon, wie aufnahmefähig der Markt sei, sagte Finanzchef Ralf Thomas vor Journalisten. Die Medizintechnik habe ihre Zukunft aber nach wie vor „unter dem Dach von Siemens“, sagte er.

          SIEMENS

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          Die Medizintechnik sei in den vergangenen zwei Jahren ein Schwerpunkt der Investitionen im Siemens-Konzern gewesen, sagte Thomas. Das werde voraussichtlich auch so bleiben. Siemens will gewappnet sein, um höheren Invesitionsbedarf stemmen und auf Kundenbedürfnisse im Gesundheitssektor reagieren zu können.

          Siemens hatte bereits vor zwei Jahren angekündigt, die Sparte stärker auf eigene Beine stellen zu wollen. Dabei war auch die Möglichkeit einer Abspaltung über einen Spin-Off oder einen klassischen Börsengang ins Spiel gebracht worden. Die Medizintechnik ist eine im Siemens-Konzern vergleichsweise profitable Sparte und könnte am Aktienmarkt daher viel Geld in die Kassen spülen. Zuletzt liefen die Geschäfte in dem Bereich rund.

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