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Siemens-Jahreszahlen : Bilderbuchstart für Roland Busch

  • -Aktualisiert am

Siemens-Logo auf einer Lokomotive in Oceanside, California Bild: Reuters

Prognose viermal angehoben, Umsatz und Aufträge zweistellig gewachsen: Der neue Siemens-Chef hätte kaum besser einsteigen können. An diesem Start wird er sich messen lassen müssen.

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          Einen besseren Start kann sich ein neuer Vorstandsvorsitzender kaum wünschen. Roland Busch, der vor knapp einem Jahr bei Siemens in die großen Fußstapfen von Joe Kaeser getreten ist, lässt seinen Vorgänger fast vergessen. Die Zahlen, die Busch für das vergangene Geschäftsjahr mitten in der Corona-Krise präsentiert, sprechen für sich: Umsatz und Auftragseingang sind zweistellig gewachsen, unterm Strich wurde der Nettogewinn sprunghaft gesteigert, Aktionäre sollen eine deutlich höhere Dividende erhalten.

          Die Prognose für das Geschäftsjahr wurde gar vier Mal angehoben. Busch selbst nannte es einen erfolgreichen Start als „fokussiertes Technologieunternehmen“, wurde doch die strauchelnde Energietechnik im September vergangenen Jahres an die Börse gebracht. Natürlich hat Siemens in den vergangenen Monaten wie viele vom allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung profitiert.

          Allerdings setzt der Konzern mit den verbliebenen Bereichen Automatisierungstechnik, Infrastruktur und Bahntechnik auch auf Mega-Trends wie Elektromobilität, CO2-Reduktion und Digitalisierung und bedient Schlüsselindustrien wie Auto, Maschinenbau und Elektronik. Busch hat nun einen Bilderbuchstart hingelegt. Und an dem wird er sich messen lassen müssen.

          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

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