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Siemens : Frühere Vorstände bieten Schadenersatz an

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Einst trugen sie einen Vorstandshut: Klaus Wucherer, Rudi Lamprecht und Edward Krubasik wollen je 500.000 Euro zahlen Bild: AP

Der Elektrokonzern Siemens steht im Streit um Schadenersatzforderungen wegen des Schmiergeld-Skandals nach eigenen Angaben vor einer Einigung mit drei ehemaligen Vorständen. Sie seien zu einem Vergleich bereit.

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          Ehemalige Vorstandsmitglieder von Siemens haben dem Unternehmen im Ringen um die Bewältigung der Korruptionsaffäre einen juristischen Vergleich angeboten.

          Die Ex-Manager Klaus Wucherer, Rudi Lamprecht und Edward Krubasik seien bereit, zusätzlich zu Leistungen der Managerhaftpflicht-Versicherung und unabhängig von deren Höhe jeweils 500.000 Euro an Siemens zu zahlen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. „Siemens und die ehemaligen Vorstandsmitglieder wollen langjährige Streitigkeiten über die geltend gemachten Ansprüche vermeiden und zu einer einvernehmlichen Regelung kommen“, hieß es. Die Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verletzung der Aufsichtspflicht seien eingestellt worden, zitierte das Unternehmen die einstigen Vorstände. Über den Vergleich, der für November angepeilt wird, müssen noch Aufsichtsrat und Hauptversammlung entscheiden.

          Der Einigung müssten Aufsichtsrat und Hauptversammlung noch zustimmen. „Siemens ist auch mit den übrigen betroffenen ehemaligen Vorständen im Gespräch und erwartet, dass weitere Einigungen zeitnah folgen werden“, hieß es. Eine Einigung mit den prominenteren Ex-Mitgliedern des Vorstands wie Heinrich von Pierer oder Klaus Kleinfeld steht allerdings weiter aus.

          Insgesamt sollen bei Siemens rund 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geflossen sein. Das Geld soll zur Erlangung von Aufträgen im Ausland eingesetzt worden sein.

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