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Siemens-Energy-Chef Eickholt : „Lösen kann diesen Konflikt nur die Politik“

Siemens Energy Vorstand Jochen Eickholt im Jahr 2020. Bild: Imago

Siemens Energy liefert Gasturbinen nach Belarus – und ist im Konflikt der EU mit dem Diktator Lukaschenko zwischen die Fronten geraten. Unternehmens-Vorstand Jochen Eickholt im Gespräch.

          3 Min.

          Herr Eickholt, Siemens Energy liefert Energietechnik nach Belarus. Wann kam der Auftrag für das Projekt?

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Es geht primär um die Lieferung mehrerer Gasturbinen an vier Standorte. Kunde ist ein staatlicher Energieversorger; die Gaskraftwerke dienen der Absicherung, um das Netz stabil zu halten, falls die Hauptversorgung ausfällt. Die Ausschreibung erfolgte im Jahr 2018, unterschrieben wurden die Verträge zwischen November 2019 und Februar 2020 – ein halbes Jahr vor den international nicht anerkannten Wahlen und den damit verbundenen Massenprotesten.

          Alexandr Lukaschenko galt als einziger unerbittlicher Diktator in Europa, lange bevor Siemens Energy das Geschäft abschloss und es nach der manipulierten Wiederwahl zu Massenverhaftungen, Folter und Entführungen von Regimekritikern kam. Muss man mit einem solchen Land Geschäfte machen?

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