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10.000 neue Tankstellen : Das Shell-Imperium wächst weiter

Ein Filialnetz, das größer ist als die von McDonald’s oder Starbucks: Rund 45.000 Tankstellen in mehr als 70 Ländern tragen das Shell-Logo Bild: dpa

Von den Debatten um Feinstaub und den Diesel lässt sich Shell nicht beeindrucken: Europas größter Ölkonzern will sein globales Netz ausbauen. Doch in Deutschland sind den Plänen Grenzen gesetzt.

          4 Min.

          Die Welt braucht Tankstellen. Und zwar viel mehr als bisher. Das ist die Botschaft von Istvan Kapitany, und der oberste Tankwart des größten europäischen Ölkonzerns Royal Dutch Shell will sie bauen. Während in Deutschland Elektromobilität, Feinstaub und Diesel-Fahrverbote die Gemüter erhitzen, investiert Shell im großen Stil in neue Tankstellen. An denen werden weiterhin vorwiegend fossile Kraftstoffe gezapft. Schon heute unterhält der britisch-niederländische Konzern das größte Netz der Welt: Rund 45.000 Tankstellen in mehr als 70 Ländern tragen das Shell-Logo: Ein Filialnetz, das größer ist als die von McDonald’s oder Starbucks.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Aber Shell-Manager Kapitany, der für das gesamte Tankstellengeschäft des Unternehmens verantwortlich ist, sieht noch sehr viel mehr Bedarf: „Für uns sind Tankstellen ein Wachstumsgeschäft. Bis 2025 wollen wir unser globales Netz um 10.000 auf gut 55.000 Stationen ausbauen“, sagt der aus Ungarn stammende Manager in einem Gespräch mit der F.A.Z. in London. „Wir rechnen damit, dass bis dahin die Zahl unserer Kunden von heute 30 Millionen auf 40 Millionen am Tag steigt.“ Die neuen Tankstellen will Shell vor allem in Asien und Afrika aufmachen.

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