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Prüfung gefordert : Kritik an Intel-Chef Krzanich wächst

  • Aktualisiert am

Brian Krzanich auf der CES in Las Vegas Bild: AFP

Kurz vor Bekanntwerden einer gravierenden Sicherheitslücke hat Brian Krzanich ein Aktienpaket verkauft. Zwei Senatoren verdächtigen ihn jetzt des Insiderhandels und verlangen Konsequenzen.

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          Zwei amerikanische Senatoren haben amerikanische Behörden aufgefordert, die Aktienverkäufe von Intel-Chef Brian Krzanich nach Entdeckung der Sicherheitslücke in Computerchips zu prüfen. Sie seien verstört über Berichte, der Aktienverkauf mit einem Volumen von mehr als 20 Millionen Dollar sei abgesegnet worden, als Intel schon über die Schwachstelle informiert gewesen sein soll, schrieben die Senatoren Jack Reed und John Kennedy an die Börsenaufsicht SEC und das Justizministerium.

          In dem Brief heißt es wörtlich: „Diese Berichte sind nicht nur deshalb beunruhigend, weil sie ein Risiko für nahezu alle Telefone und Computer darstellen, sondern auch, weil sie die Sorge vor potentiellem Insiderhandel schüren.“ Und weiter: „Wenn man solche Verstöße durch Untersuchungen aufdeckt, erwarten wir, dass die Gesetze in vollem Umfang angewendet werden.“

          Krzanich hatte Ende November ein millionenschweres Aktienpaket abgestoßen. Wie bei amerikanischen Top-Managern üblich war der Verkauf vorher geplant gewesen. Die Anweisung sei aber erst Ende Oktober erfolgt, wie aus Unterlagen bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Die von Forschern entdeckte Sicherheitslücke war Intel schon seit dem Sommer bekannt. Intel erklärte damals: „Brians Verkauf hängt damit nicht zusammen.“

          Intel Corp

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          Obwohl die Sicherheitslücke ein branchenweites Problem ist, hat sie Intels Chips besonders weiträumig getroffen. Der Intel-Kurs war gefallen, nachdem die Lücke vergangene Woche öffentlich gemacht wurde. In mehreren Bundesstaaten wurden Verbraucherklagen gegen den Chipkonzern eingereicht. Intel erklärte dem Finanzdienst Bloomberg in einer Reaktion auf den Brief, man werde mit jeglichen Nachfragen oder Ermittlungen der Regierung vollumfänglich kooperieren.

          Schon auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas hatte sich Krzanich relativ wortkarg gegenüber der Sicherheitslücke geäußert. Er erweckte den Eindruck, Intel habe mit der Sache nicht mehr und nicht weniger zu tun als andere Unternehmen auch. Es habe höchste Priorität für Intel, die Sicherheit von Daten zu gewährleisten. Es gebe bislang keine Hinweise dafür, dass Hacker die Schwachstellen ausgenutzt hätten, und Intel arbeite „unermüdlich“ daran, dass dies auch so bleibe.

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