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Schweizer Großbank : Umbau in der UBS

Der Vorstandschef der Großbank UBS macht Ernst. Er will das Investmentbanking zurückdrängen.

          Man mag noch fürs erste darüber rätseln, ob in der Schweizer Großbank UBS 5000 oder 10.000 Stellen entfallen. Immer klarer zeichnet sich dagegen ab, dass die Absicht von Vorstand und Verwaltungsrat zum Zurückdrängen des Investmentbankings sich nicht in einer oberflächlichen Operation erschöpft. Vorstandsvorsitzender Sergio Ermotti macht vielmehr ernst und plant den großen Umbau.

          Die Affäre um den Londoner Händler Kweku Aboboli, der mit seinen Zockereien die Bank 2,3 Milliarden Dollar gekostet hat, ruinierte den Ruf der Wertpapierhändler in der UBS weiter. Jetzt wird allem Anschein nach die Einheit mit den Anleihehandel abgewickelt; jener Einheit, die mit ihren amerikanischen Hypothekenpapieren nach 2007 die Bank in eine existenzbedrohende Krise stürzte und in der neuen Welt der Banken viel zu viel Kapital bindet.

          In einer Nebenaktion könnte der Konzernlenker zugleich den für das Adoboli-Desaster politisch verantwortlichen Leiter des Investmentbankings loswerden. Ermotti und Verwaltungsratspräsident Axel Weber wollen die UBS auf ihr angestammtes Gebiet der Vermögensverwaltung zurückführen. Gelingt ihnen dies, schüfen sie sich zugleich jene Hausmacht, über die sie in der Bank bisher kaum verfügen.

          Jürgen Dunsch

          Freier Autor in der Wirtschaft.

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