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Schwedische Familie : „Ein Drittel aller Kindergärten in Nordeuropa gehört uns“

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Thomas von Koch Bild: © EQT

Eine schwedische Industriellen-Familie will groß in deutsche Kindergärten einsteigen. In der F.A.S. erklärt ihr Chef-Investor, warum Deutschland attraktiv ist und „Wodka-Länder“ nicht.

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          Der schwedische Finanzinvestor EQT, gegründet von der Wallenberg-Familie, steigt groß in das Geschäft mit Kindergärten in Deutschland ein. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und beruft sich auf EQT-Chef Thomas von Koch.

          „Kindergarten ist ein deutsches Wort. Deutschland ist ein phantastischer Markt für dieses Geschäft, da noch ein Nachholbedarf besteht“, sagte von Koch der F.A.S.: „Wir geben eine Menge Geld aus,  um dieses Geschäft nach vorne zu bringen und nach Deutschland zu tragen. Ich bin sehr begeistert von dieser Idee.“

          Das Vehikel dazu ist die Tochterfirma Academedia, der größte Bildungskonzern Skandinaviens: 12.000 Mitarbeiter betreuen 140.000 Kinder und Studenten. Ein Anfang in Deutschland ist bereits gemacht, sieben Kindergärten im Raum München haben die Schweden gerade übernommen. Ziel ist es, der größte Anbieter in Deutschland zu werden: „Ein Drittel aller Kindergärten in Nordeuropa gehören uns: Warum sollten wir in Deutschland nicht ähnliche Marktanteile erreichen?“

          Und weiter erklärt er: „Die Rendite ist nicht riesig, 5 bis 6 Prozent vielleicht. Aber der öffentliche Sektor bietet enormes Wachstum. Wir können helfen, dass das Geld der Steuerzahler effizienter verwendet wird.“

          Die Investitionen in Deutschland begründet der EQT-Chef auch mit der kulturellen Nähe zwischen Deutschland und Schweden: „Die Länder sind kulturell nahe. Am liebsten investieren wir in Länder mit Bier-Trinkern. Ihr Deutschen trinkt exzellentes Bier. In Rotwein-Ländern fangen wir an, uns langsam auszubreiten, in Italien wie Spanien. In Frankreich sind wir gar nicht. Die Wodka-Welt haben wir verlassen, haben beschlossen, uns aus Polen zurückzuziehen.“

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