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Schwächere Nachfrage erwartet? : Apple bestellt weniger iPhone-5-Bildschirme

  • Aktualisiert am

Im Apple-Laden in der chinesischen Stadt Dongyang. Bild: dapd

Die Nachfrage nach der neusten iPhone-Version geht offenbar zurück. Der amerikanische Technologiekonzern Apple bestellt nach einem japanischen Zeitungsbericht deutlich weniger Bildschirme bei seinen Lieferanten.

          Das neueste iPhone aus dem Hause Apple verkauft sich offenbar doch nicht so gut wie der gigantische Verkaufsstart im September zur Markteinführung vermuten ließ. Zeitungen berichteten am Montag, der amerikanische Konzern habe seine Bestellungen für LCD-Screens und andere Teile für das iPhone 5 für das laufende Quartal drastisch gesenkt - wegen der geringeren Nachfrage. Sollten sich die Berichte bestätigten, wäre dies ein weiterer Beleg dafür, dass Apple mehr und mehr gegenüber seinem ärgsten Rivalen Samsung verliert.

          Experten haben schon vergangene Woche Zweifel an einem riesigen Verkaufserfolg des iPhone 5 geäußert. Am Markt kamen die Nachrichten nicht gut an. Die Apple-Aktie verlor vorbörslich vier Prozent und zog auch seine Zulieferer wie Cirrus Logic oder Qualcomm mit nach unten. Apple habe wegen der geringeren Nachfrage nach dem iPhone 5 die Bestellungen bei den Bildschirm-Lieferanten Japan Display, Sharp und LG Display in etwa halbiert, berichtete die japanische Zeitung „Nikkei“. Das „Wall Street Journal“ hatte einen ähnlichen Bericht.

          Ursprünglich sollten „Nikkei“ zufolge im laufenden Quartal 65 Millionen Screens bestellt werden. So werde Japan Display den Ausstoß verglichen mit dem vorherigen Vierteljahr vorübergehend wohl um 70 bis 80 Prozent verringern, hieß es in dem Blatt. Das Werk von Sharp in der Präfektur Mie werde die Produktion im Januar und Februar um 40 Prozent drosseln. „Nikkei“ berief sich auf mit der Situation vertraute Personen. Dabei sah der Verkaufsstart im September noch vielversprechend aus.

          In den ersten drei Tagen ging das iPhone 5 nach Angaben von Apple mehr als fünf Millionen Mal über den Ladentisch. Schon die Vorbestellungen ließen einen Bestseller vermuten - die Zahl fiel fast doppelt so hoch aus wie beim Vorgängermodell. Auch gab es die üblichen langen Schlangen vor den Apple-Läden weltweit. Für einen Kommentar zu den Medienberichten war Apple genauso wie Sharp zunächst nicht zu erreichen. Zulieferer in Taiwan wollten sich nicht äußern. Apple musste bereits Federn lassen in dem immer härter werdenden Konkurrenzkampf auf dem Boom-Markt mit Smartphones.

          Samsung verkaufte zuletzt bereits mehr von den Alleskönner-Geräten. Auch aufstrebende chinesische Anbieter wie Huawei oder ZTE mischen zunehmend mit. Branchenexperten gehen davon aus, dass Samsung dieses Jahr seinen Vorsprung zu Apple nach Berechnungen von Strategic Analytics sogar noch ausbauen kann: Die Forscher rechnen mit einem Anstieg der Smartphone-Verkäufe von Samsung in diesem Jahr um ein Drittel auf 290 Millionen Stück. Apple wird demnach 180 Millionen verkaufen.

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