https://www.faz.net/-gqe-a15x9

Verkauf steht bevor : Schon mehr als 100 Interessenten für Wirecard-Teile

Investoren wie Journalisten interessieren sich für den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard. Bild: EPA

Die ersten Teile von Wirecard stehen schon kurz vor dem Verkauf, teilte der Insolvenzverwalter mit. Die Reihe der Interessenten ist lang. Eine Kreditlinie ist fast komplett ausgeschöpft.

          1 Min.

          Der Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat den Verkaufsprozess für das Kerngeschäft des maroden Dax-Konzerns eingeleitet. Für das sogenannte Acquiring und Issuing-Geschäft des Zahlungsdienstleisters sowie die davon unabhängigen Geschäftsbereiche der Konzerngesellschaften haben sich zwischenzeitlich schon mehr als 100 Interessenten gemeldet. Das teilte Jaffé am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses der Wirecard AG mit.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Die potentiellen Investoren können sich nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung in virtuellen Datenräumen informieren und mit den Due-Diligence-Prüfungen beginnen. Ziel sei es, „zeitnahe Investorenlösungen im Interesse der Gläubiger, Arbeitnehmer und Kunden zu finden“, hieß es.

          Kreditlinie zu 90 Prozent ausgeschöpft

          Am weitesten fortgeschritten sind Jaffé zufolge die Aktivitäten für die amerikanische Gesellschaft Wirecard North America. Hier ist die Investmentbank Moelis & Company schon mit der Begleitung des Verkaufs mandatiert.

          WIRECARD

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Wirecard hat vor zwei Wochen Insolvenz angemeldet, nachdem zuvor eine Bilanzlücke von 1,9 Milliarden Euro bekannt geworden war. In der langen Schlange der Gläubiger stehen neben anderen 15 Banken, die dem Münchner Finanzkonzern allein eine Kreditlinie von 1,75 Milliarden Euro gewährt haben. Wirecard hatte diese Kreditlinie zu 90 Prozent ausgeschöpft.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Stumpfe Klingen : Wenn Metall am Haar zerbricht

          Amerikanische Forscher wollten wissen, warum Rasierklingen sich abnutzen. Sie fanden heraus: Die Dinger werden überhaupt nicht stumpf. Das Problem liegt anderswo. Und langlebigere Klingen sind eventuell gar nicht erwünscht.
          Cornelia Koppetsch im Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse

          Plagiate bei Soziologin : Disziplinarverfahren gegen Cornelia Koppetsch

          Sie habe „rücksichtslos“ gehandelt, die gute wissenschaftliche Praxis sei gravierend missachtet worden: Eine interne Untersuchungskommission der TU Darmstadt findet deutliche Worte zu den Plagiaten ihrer Soziologin Cornelia Koppetsch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.