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Scholz besucht ZF : Der Kanzler und das Modellauto

  • -Aktualisiert am

Chefsache Autoindustrie: Bundeskanzler Olaf Scholz spricht mit ZF-Chef Wolf-Henning Scheider über Elektromobilität. Bild: dpa

Olaf Scholz macht während seines Besuchs des Autozulieferers ZF klar, dass er den Wandel der Industrie als Chance sieht.

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          Die Szene hat Symbolcharakter für den Wandel in der deutschen Autoindus­trie und ihren Zulieferern: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steigt mit dem Vorstandsvorsitzenden des Autozulieferers ZF aus Friedrichshafen, Wolf-Henning Scheider, in ein fahrerlos fahrendes Shuttle. Die Testfahrt verläuft über den großen Parkplatz am Stammsitz. Nach ein paar Schwierigkeiten beim Türe schließen fahren sie los. Es ist ein Vorzeigeprojekt des Technologiekonzerns. Zusammen mit der Hamburger Hochbahn will ZF autonom fahrende Shuttlebusse in den Alltagsbetrieb einbringen. Doch bis es soweit ist, dauert es sicherlich noch eine gewisse Zeit. Teil- und hochautomatisiertes Fahren ist ein eher kleiner Bereich, der die Branche gerade umtreibt. Dabei steht sie vor noch gewaltigeren Herausforderungen. Vor allem wegen der Umstellung vom Verbrenner auf die Elektromobilität. Das bereitet den Unternehmen unterschiedlich große Schwierigkeiten.

          Der SPD-Politiker sieht Deutschland für den Wandel in der Autoindustrie ge­nerell gut gewappnet. „Wir haben die besten Aussichten, dass wir bei der Zu­kunft mitmischen können“, sagt er am Samstag anlässlich seines Besuchs des Stiftungsunternehmens, das im vergangenen Jahr mit seinen insgesamt 157 500 Beschäftigen rund 38,3 Milliarden Euro umsetzte. „Man geht hier wieder weg mit großer Zuversicht“, resümiert der Kanzler am Ende seines Rundgangs bei dem Spezialisten für Antriebs- und Fahrwerkstechnik. Der technologische Wandel sei keine Bedrohung, sondern eine Chance.

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