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Prozess gegen Drogerie-KÖnig : Schleckers zahlen weitere Millionen an Insolvenzverwalter

  • Aktualisiert am

Anton Schlecker ist der frühere Chef der gleichnamigen Drogeriemarkt-Kette. Bild: dpa

Der frühere Drogeriemarkt-Betreiber Anton Schlecker und seine Kinder haben mehr Geld an den Insolvenzverwalter gezahlt, wurde während des Prozesses an diesem Montag bekannt. Im November dürfte das Urteil ergehen.

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          Der frühere Drogeriemarkt-Betreiber Anton Schlecker und seine Kinder haben weitere vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter ihrer im Jahr 2012 untergegangenen Kette gezahlt. Dies teilten sie am Montag im Bankrottprozess vor dem Landgericht Stuttgart mit.

          Die zusammen mit ihrem Vater angeklagten Kinder Lars und Meike steuerten je eine Million Euro bei, Schleckers Frau überwies auf Bitten ihres Mannes zwei Millionen Euro. Er selbst, sagte Anton Schlecker, habe durch die Insolvenz sein gesamtes Vermögen verloren.

          Urteil im November

          Lars Schlecker sprach in einer persönlichen Erklärung von „Schadenswiedergutmachung“ - betonte aber zugleich abermals, noch kurz vor der Insolvenz „nicht im Geringsten“ mit einer Überschuldung gerechnet zu haben. Den beiden Kindern gehörte die Logistikfirma LDG.

          Im Jahr 2013 hatte die Familie schon einmal gut zehn Millionen Euro an den Insolvenzverwalter gezahlt. Das Geld fließt in die Insolvenzmasse, insgesamt haben die Gläubiger inzwischen mehr als eine Milliarde Euro an Forderungen angemeldet. Einen Teil davon will der Verwalter über Schadenersatzklagen gegen einstige Lieferanten eintreiben.

          Schlecker hatte Anfang 2012 Insolvenz angemeldet, seit März steht der einstige Chef vor Gericht. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, im Angesicht der Zahlungsunfähigkeit noch Geld aus dem Unternehmen gezogen zu haben - was Anton Schlecker abstreitet.

          Zuletzt hatte das Gericht das Verfahren in einigen Punkten eingestellt und damit die Liste der Vorwürfe ein Stück kürzer gemacht. Für den kommenden Montag sind die Plädoyers geplant, das Urteil könnte dann wiederum eine Woche später am 27. November folgen.

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