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Nach Pleite : Staatsanwaltschaft klagt Schlecker in 36 Fällen an

  • Aktualisiert am

Rund 25.000 Mitarbeiter verloren infolge der Schlecker-Pleite ihren Arbeitsplatz. Bild: dpa

Anton Schlecker soll vor der Pleite der Drogeriekette Geld beiseite geschafft haben, sagen die Staatsanwälte. Und nennen Details.

          Anton Schlecker soll vor der Pleite seines Drogerieimperiums in 36 Fällen viel Geld beiseite geschafft haben. Das wirft ihm die Stuttgarter Staatsanwaltschaft vor, wie die Behörde an diesem Donnerstag mitteilte.

          Darüber hinaus soll er unter anderem vor dem Insolvenzgericht falsche Angaben gemacht haben. Neben dem Firmenpatriarchen sind seine Ehefrau, seine zwei Kinder sowie zwei Wirtschaftsprüfer angeklagt. Das Landgericht Stuttgart prüft nun die Anklage und wird entscheiden, ob es zu einem Hauptverfahren kommt. Auf den Straftatbestand Bankrott, der Schlecker vorgeworfen wird, steht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft; bei besonderes schweren Fällen bis zu zehn Jahren Haft.

          Europas ehemals größte Drogeriekette Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Etwa 25.000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz. Die Gläubiger forderten rund eine Milliarde Euro.

          Das Handelsunternehmen aus Baden-Württemberg hatte zu seinen Bestzeiten rund 9000 Märkte im In- und Ausland. Die Familie Schlecker war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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