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Scheidender Fiat-Chef : Marchionnes Erbe

  • -Aktualisiert am

Marchionne im Januar 2017 bei der Internationalen Autoschau in Detroit. Bild: AP

Der erfolgreiche Manager der Fiat-Chrysler-Gruppe kehrt von einer OP nicht zurück in sein Amt. Er hinterlässt seinem Nachfolger auch ungelöste Schwierigkeiten.

          Die glänzende Managerkarriere von Sergio Marchionne hat ein tragisches Ende genommen. Der 66 Jahre alte Chef des Autokonzerns Fiat-Chrysler, des Sportwagenbauers Ferrari sowie des CNH-Konzerns mit Iveco-Lastwagen und Case-New Holland-Traktoren muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören.

          Eigentlich wollte Marchionne, der im Lauf seiner Karriere ein Vermögen von 600 Millionen Euro angesammelt hat, im kommenden Jahr ohnehin die meisten Führungspositionen aufgeben, um sich nur noch Ferrari zu widmen. Marchionne hat Fiat 2004 vor den Zusammenbruch gerettet und aus einem damaligen Börsenwert von 6 Milliarden Euro Unternehmenswerte von 60 Milliarden Euro geschaffen.

          Doch gerade in der Autosparte, bei Fiat-Chrysler, hätte er in jedem Fall viele ungelöste Schwierigkeiten hinterlassen. Die Entwicklung neuer Autos der Marken Alfa Romeo oder Fiat ist verzögert. Es fehlen moderne Dieselmotoren; Marchionne versprach Ersatz mit Hybrid- oder Elektroantrieben, hat aber dafür nicht investiert. Am meisten verspricht ein Verkauf. Für Hyundai oder chinesische Autobauer wären Marken wie Jeep, Alfa Romeo und Maserati immer noch Leckerbissen.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

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