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Schaeffler-Chef im Interview : Geht die Autoindustrie unter?

Produktion des VW ID.3 in Zwickau Bild: dpa

Klaus Rosenfeld, Chef des Autozulieferers Schaeffler, über Stellenstreichungen, die Verluste seiner Aktionäre und warum wir alle bezahlen für Geländewagen mit Elektromotor.

          6 Min.

          Herr Rosenfeld, wie anstrengend war dieses furchtbare Corona-Jahr, noch dazu in der heftig durchgerüttelten Autoindustrie?

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wir halten mit Kraft und Verstand dagegen. Dabei hilft, dass Schaeffler mehr ist als ein Autozulieferer. Unser Industriegeschäft stabilisiert die Lage. Mich stimmt zudem zuversichtlich, dass die Krise wie ein Weckruf wirkt: Wir müssen uns darauf besinnen, was wir am besten können. Das ist sehr heilsam.

          Wann haben Sie gespürt: Da braut sich was zusammen?

          Wir waren früh vorgewarnt. Ende Januar schon hat unser China-Chef gesagt: Ihr dürft nicht mehr kommen, hier grassiert ein Virus. Von da an haben wir uns täglich gefragt: Was kommt als nächstes? So haben wir es lange geschafft, das Virus aus den Werken rauszuhalten, bis jetzt zur zweiten Welle, in der es – speziell in Osteuropa – manchmal aufflammt. Uns kommt dabei zugute, dass unsere Werke nicht in den Metropolen, den Hotspots stehen, sondern auf dem Land. Wir sind nicht in New York, sondern in Ohio.

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