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Hauptversammlung : SAP sucht einen neuen Chefkontrolleur

Hasso Plattner während der virtuellen Hauptversammlung Bild: dpa

Die Suche nach einem Nachfolger auf dem Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden des Softwarekonzerns läuft. Der Amtsinhaber Hasso Plattner zeigt sich allerdings nicht allzu begeistert davon.

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          Ein etwas müde wirkender Hasso Plattner machte auf der Hauptversammlung der SAP SE bezüglich seiner Nachfolge als Chefkontrolleur eine klare Ansage: „Ich hoffe, dass wir ein Mitglied des Aufsichtsrats für diese Aufgabe gewinnen können und nicht jemanden von außen holen müssen“, sagte er am Mittwoch auf dem virtuell durchgeführten Aktionärstreffen. Er wolle eine geordnete Nachfolge und in die „richtigen Hände übergeben“. Das sei für ihn eine emotionale Aufgabe. Über das Anforderungsprofil werde derzeit beraten.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Im vergangenen Jahr hatte Plattner in Aussicht gestellt, mindestens ein halbes Jahr vor Ende seiner laufenden Amtszeit 2024 einen Vorschlag für seine Nachfolge vorzulegen. Der heute 78 Jahre alte einstige Softwarepionier steht seit fast zwei Jahrzehnten an der Spitze des Kontrollgremiums von SAP. So ist er der letzte noch aktiv im Konzern engagierte Gründer des 50 Jahre alten Unternehmens und hält 6 Prozent der Aktien. Er war lange Zeit Vorstand und gilt bis heute vor und hinter den Kulissen als der starke Mann.

          Allerdings sieht er sich seit mindestens drei Jahren mit der Frage konfrontiert, warum noch kein Wachwechsel vollzogen wurde, obwohl bei SAP eine Altersgrenze für Aufsichtsräte von 75 Jahren gilt. Plattner sagte, er habe weder vor, auf seinem Posten festzukleben, noch strebe er nach Macht oder einer Ämterhäufung. Die momentane Lage, in der er agiere, sei eine Ausnahme. Er sei gefragt worden, ob er den Posten auch jenseits der Altersgrenze bekleiden könne, da damals eine Nachfolgeregelung aus gesundheitlichen Gründen nicht zustande gekommen sei. So hatte er im vergangenen Jahr angekündigt, den Aufsichtsrat für weitere zwei Jahre zu führen. Das rief einige Kritik von Aktionärsvertretern wie von Union Investment hervor.

          Nach einem Rückgang des Kurses der Aktie von mehr als 15 Prozent im Jahresverlauf bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Christian Klein am Mittwoch das Ziel, im kommenden Jahr ein prozentual zweistelliges Gewinnwachstum hinzulegen. Im Geschäft mit der sogenannten DatenCloud „geht noch mehr“. Es gilt als Wachstumstreiber im Konzern, erlöst rund 10 Milliarden Euro im Jahr und ist zentrale Säule des neuen Geschäftsmodells.

          Mit ihm können Kunden die Software zur Steuerung und Verwaltung von Unternehmen mieten und müssen sie nicht mehr kaufen. Bis 2025 sollen sich die Clouderlöse auf 22 Milliarden Euro erhöhen, als Erlös im gesamten Konzern sind dann 36 Milliarden Euro angepeilt. 2022 hatte SAP knapp 28 Milliarden Euro erlöst. Viele Aktionäre überzeugt das. Sie wählten Plattner mit 90 Prozent der Stimmen abermals in den Aufsichtsrat.

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