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SAP-Software-Umstellung : Operation am offenen Herzen

Auf Servern wie diesen laufen die kritischen SAP-Systeme. Bild: Getty

Tausende Unternehmen müssen bei laufendem Betrieb ihre SAP-Software erneuern. 2025 stellt der Konzern die Wartung für sein Vorgängerprodukt R/3 ein. Viele haben lange gezögert, jetzt werden die Berater knapp.

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          Wenn SAP, der weltgrößte Hersteller von Software zur Steuerung von Unternehmen, ein neues Kernprodukt auf den Markt bringt, sind zwangsläufig viele Unternehmen davon betroffen. Mitunter sehr viele. 437.000 zahlende Unternehmenskunden hat Deutschlands IT-Vorzeigekonzern auf der Welt. Viele davon werden wohl oder übel auf die neue Standardsoftware mit dem kryptischen Namen S4/Hana wechseln müssen. 2025 nämlich stellt der Konzern die Wartung für sein Vorgängerprodukt R/3 ein. Spätestens dann ist Schluss.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.

          SAP-Programme haben bei Unternehmen einen ähnlichen Stellenwert wie Windows von Microsoft unter Privatnutzern. Kaum jemand, der bei seiner täglichen Arbeit nicht davon betroffen ist. Entsprechend steht vielen Unternehmen in einer an globalen Herausforderungen nicht armen Zeit ein zusätzlicher Kraftakt bevor: Sie müssen ihre Geschäftsabläufe und IT-Systeme den neuen digitalen Möglichkeiten anpassen. Eine Operation am offenen Herzen, schließlich darf bei den Umbauten nichts schiefgehen, die alten Systeme müssen zuverlässig weiterlaufen. Die „Migration“ ist nicht nur langwierig, sie kann auch teuer werden. Bei Dax-Unternehmen verschlingt die Umstellung schon mal einen dreistelligen Millionenbetrag.

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