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SAP-Gründer Hopp im Interview : „Ich würde auch 80 Prozent Steuern zahlen“

Milliardär Dietmar Hopp, 78, vor dem Golfclub von St. Leon-Rot, dessen Präsident er ist. Bild: Wolfgang Eilmes

Dietmar Hopps Vater war für die Verschleppung der Hoffenheimer Juden mitverantwortlich. Der SAP-Gründer selbst gilt als Wohltäter und Lokalpatriot. Für knausrige Milliardäre hat er wenig übrig.

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          Herr Hopp, Ihr Vater war in der Nazi-Zeit SA-Truppführer. Sind Sie zum Stifter und Wohltäter geworden, weil Sie etwas gutzumachen haben?

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mein Vater war Lehrer. Als er 1938 den Auftrag bekam, die Synagoge in Hoffenheim zu zerstören, hatte er schon drei Kinder, meine älteren Geschwister. Hätte er es nicht gemacht, wäre er entlassen worden, und seine Familie wäre einer hoffnungslosen Zeit entgegengegangen. Was er getan hat, ist zu verurteilen, auch wenn niemand dabei gestorben ist und er nicht für die Verschleppung der Hoffenheimer Juden zuständig war.

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