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Französischer Pharmakonzern : Sanofi und das Ende eines Impfstoffs

Das von Sanofi mit GlaxoSmithKline entwickelte Präparat zeige in einer Phase 2-Studie bei allen Altersklassen eine starke Wirkung, heißt es von Seiten des Unternehmens. Bild: AFP

BioNTech, Pfizer und Moderna sind bestens im Geschäft. Sanofi dagegen war mit seinem mRNA-Vakzin zu langsam. Jetzt hofft der französische Konzern auf die zweite Runde.

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          Eigentlich klang die Nachricht aus Paris durchaus vielversprechend. Der französische Pharmakonzern Sanofi gab am Dienstagmorgen erste positive Zwischenergebnisse für seinen Covid-19-Impfstoffkandidaten bekannt. Das Vakzin basiert wie die schon zugelassenen Mittel von BioNTech/Pfizer und Moderna auf der Technik der Boten-RNA (mRNA), und es hat sich in klinischen Untersuchungen bislang gut bewährt. Laut ersten Daten aus der Phase-1/2-Studie bildeten sich bei 91 bis 100 Prozent der Teilnehmer zwei Wochen nach einer zweiten Injektion in allen drei getesteten Dosierungen neutralisierende Antikörper. „Es wurden keine Sicherheitsbedenken beobachtet, und das Verträglichkeitsprofil ist mit dem anderer unmodifizierter mRNA-Covid-19-Impfstoffe vergleichbar“, erläuterte Sanofi.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Alles bestens also? Nicht ganz. Zwar zeigte sich Jean-François Toussaint, Forschungschef der Impfstoffsparte Sanofi Pasteur, guter Dinge: „Wir freuen uns über diese positiven ersten Ergebnisse.“ Nur neun Monate nach dem weltweiten Konzeptnachweis für mRNA-Impfstoffe und nur 17 Monate nach dem Start dieses ersten mRNA-Impfstoffprojekts habe man „einen beeindruckenden Schritt gemacht“. Doch Fakt ist auch: Der Pharmakonzern stellt die weitere Entwicklung seines Covid-Impfstoffs auf Basis der mRNA-Technologie ein.

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