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Gebeutelter Autohersteller : Der schwere Neustart für Audi

Audi-Mitarbeiter arbeiten in einer Fabrik im chinesischen Tianjin an einem Modell des Audi Q3. Bild: Reuters

Audi stand einmal für „Vorsprung durch Technik“ – doch davon ist nichts geblieben. Ein Sanierungsprogramm sowie ein neuer Vorstand soll die Volkswagen-Marke nun wiederbeleben.

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          Am Ende eines ohnehin schon wenig erfreulichen Jahres sind die Audianer noch einmal auf eine harte Probe gestellt worden. 9.500 Stellen werden an den deutschen Standorten der kriselnden Volkswagen-Tochtergesellschaft bis zum Jahr 2025 wegfallen. Damit hatten selbst die Pessimisten in der Belegschaft kaum gerechnet, und die Optimisten mussten ihre Illusion begraben, der Umbau könne in Ingolstadt und Neckarsulm glimpflich ausfallen. Dass das Sanierungsprogramm auch noch den Titel „Audi Zukunft“ trägt, klang für all diejenigen wie Hohn, die keine Zukunft mehr haben bei der einst so stolzen Marke mit den vier Ringen. Dennoch sprach Betriebsratschef Peter Mosch in der letzten Belegschaftsversammlung im Dezember von einem „gut tragbaren Kompromiss“, mit dem der „Grundstein für die nächsten zehn Jahre gelegt“ worden sei.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Wenn dem so sein sollte, dann wären immerhin die Jahre der Führungskrise beendet. Einen Neuanfang im Vorstand gibt es im neuen Jahr allemal: Audi-Chef Bram Schot, der die herben Einschnitte mit dem Betriebsrat ausgehandelt hat, wird den Konzern verlassen. Im April übergibt er den Posten wie geplant an den früheren BMW-Manager Markus Duesmann Wunschkandidat von Konzernchef Herbert Diess.

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