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Fehlerhafte Akkus : Samsung ruft Galaxy Note 7 zurück

  • Aktualisiert am

Den Marktstart des Galaxy Note 7 hatte sich Samsung wohl anders vorgestellt. Bild: AFP

Eigentlich sollte Samsungs Galaxy Note 7 ab diesem Freitag in Deutschland in den Regalen stehen. Daraus wird jetzt erst mal nichts - weil offenbar bei einigen Exemplaren der Akku explodiert ist.

          Samsung stoppt den Verkauf seines neuen Smartphones Galaxy Note 7 wegen Akku-Problemen. Die bereits verkauften Handys würden durch neue Geräte ersetzt, teilte der südkoreanische Konzern am Freitag mit.

          Es werde etwa zwei Wochen dauern, um diese bereitzustellen. Mit dem Umtausch werde in Südkorea am 19. September begonnen. Untersuchungen hätten ergeben, dass einige Geräte wegen fehlerhafter Akkus beim Laden in Flammen aufgegangen seien. Insgesamt seien bislang 2,5 Millionen Geräte in zehn Ländern verkauft worden.

          Eine mit der Angelegenheit vertraute Person hatte zuvor von Explosionen gesprochen. Betroffen sein sollen insgesamt etwa 0,1 Prozent der Geräte, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

          Im Technologie-Blog „Recode“ wurde das Unternehmen am Freitag zitiert: „Wir haben eine gründliche Untersuchung durchgeführt und stießen dabei auf einen Punkt beim Akku. Bis zum 1. September wurde von weltweit 35 Fällen berichtet. Wir machen mit unseren Zulieferern gerade eine gründliche Überprüfung, um mögliche betroffene Akkus auf dem Markt zu identifizieren.“

          Angaben zu den Kosten der Austausch-Aktion lehnte Samsung ab, sprach jedoch von einer großen Summe. Analysten von Credit Suisse hatten zuvor geschätzt, dass ein Rückruf den operativen Gewinn 2016 im schlimmsten Fall um bis zu umgerechnet 1,3 Milliarden Dollar schmälern könnte.

          Das Galaxy Note 7 ist seit Mitte August in Südkorea und in Amerika erhältlich. Der Verkaufsstart des Note7 war in Deutschland ursprünglich für den 2.9. geplant.

          Geht der Vorsprung gegenüber Apple verloren?

          In einigen Ländern verschob der Apple-Konkurrent bereits vergangene Woche den Verkaufsstart, weil der Konzern von der florierenden Nachfrage überrascht wurde und Zulieferer nicht nachkamen. Die Vorbestellungen für das Smartphone habe die Planungen bei weitem übertroffen.

          Samsung könnte in diesem Jahr bis zu 15 Millionen der neuen Geräte verkaufen, schätzen Analysten. Die Smartphone-Sparte ist für Samsung der wichtigste Gewinnbringer.

          Sie sorgte auch im zweiten Geschäftsquartal für klingelnde Kassen. Sollten die Probleme bei dem neuen Smartphone anhalten, läuft Samsung Gefahr, seinen Vorsprung vor Apple wieder abzugeben. Das iPhone 7 des amerikanischen Konzerns wird im September erwartet.

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