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Vereinigte Staaten : Saftiger Lohnzuwachs für Bankchefs

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Jamie Dimon von JP Morgan Bild: Reuters

Führungskräfte in amerikanischen und europäischen Banken haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld verdient. Für Hillary Clinton könnte das zu einem Problem werden.

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          Die Führungskräfte großer Banken durften sich im vergangenen Jahr über einen Lohnzuwachs von durchschnittlich 7,6 Prozent freuen. Damit wuchs ihr Gehalt zehn Mal so schnell wie im Jahr zuvor. Im Schnitt verdient ein Bankmanager nun 13,1 Millionen Dollar pro Jahr. Das berichtet die „Financial Times“. Die Zahlen setzen sich dabei jeweils aus einem Grundgehalt, den bezahlten Boni und Aktienpaketen zusammen.

          Ganz am oberen Ende der Personalhierarchie verdient es sich sogar noch besser: Die Chefs der sechs größten amerikanischen Banken konnten im Schnitt um 10 Prozent zulegen. Damit verdienen sie nun doppelt so viel wie ihre europäischen Kollegen. In Europa verdienen die Köpfe von elf großen europäischen Geldhäusern im Schnitt 10,4 Millionen Dollar. Damit fallen sie weit hinter den amerikanischen Spitzenreiter, Jamie Dimon von JP Morgan mit 27,6 Millionen Dollar, zurück. Doch auch die europäischen Bankmanager durften sich über ein ordentliches Plus freuen: Um rund 9,6 Prozent legten ihre Gehälter im Schnitt zu. Im Jahr zuvor waren es nur 0,5 Prozent gewesen.

          Diese Entwicklung hin zu noch mehr Geld für die Angestellten der Bankenbranche könnte vor allem der designierten Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, im Wahlkampf Probleme bereiten. Sie wurde bereits in der Vergangenheit mehrfach für ihre Nähe zur Wall Street kritisiert. Die Zahlen dürften zudem in Großbritannien die Forderungen der nun ins Amt kommenden Premierministerin Theresa May unterstützen. Diese fordert, dass Aktionäre über die Bezahlung abstimmen sollen.

          In den Vereinigten Staaten ist das bereits der Fall: Jamie Dimon's Gehaltspaket wuchs um 36 Prozent an auf 27,6 Millionen Dollar - und 92 Prozent der Bankaktionäre billigten es. Die steigende Bezahlung an er Wall Street ist vor allem ein Ausdruck der stärkeren Profitabilität der amerikanischen Banken im Vergleich mit den europäischen Konkurrenten.

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