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Billigflieger : Ryanair hofft auf Passagierrekord

  • Aktualisiert am

Zeigt sich bislang optimistisch: Ryanair glaubt an einen Passagierrekord mit 15 Prozent plus zum Vor-Corona-Niveau. Bild: Getty

Nach den Pandemieverlusten trommelt Vorstandschef O’Leary für ein Comeback. Vor einer Rezession hat er keine Angst. Die Börse aber ist besorgt über die „fragile“ Erholung.

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          ppl. London ⋅ Europas größte Fluglinie Ryanair hat eine vorsichtig optimistische Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht. Sie glaubt an einen Passagierrekord mit 15 Prozent plus zum Vor-Corona-Niveau. Doch werde sich der nur in eine „mäßige Profitabilität“ übersetzen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Für das zu Ende gegangene Geschäftsjahr (bis Ende März) gab Ryanair einen Verlust von 355 Millionen Euro bekannt. Immer neue Corona-Wellen und Restriktionen hatten das Fluggeschäft aller Airlines stark belastet. Im Geschäftsjahr davor hatte Ryanair sogar eine Milliarde Euro Verlust gemacht – den höchsten in der 36-jährigen Firmengeschichte.

          Nun aber soll es wieder bergauf gehen, verspricht der Gründer und Vorstandsvorsitzende Michael O’Leary. In diesem Jahr sollen erstmals 165 Millionen Passagiere mit Ryanair fliegen – das wäre deutlich mehr als der bisherige Rekord von 148 Millionen 2019 vor der Pandemie. Im vorigen Jahr flogen nur 97 Millionen und im ersten Corona-Jahr sogar nur 27 Millionen Kunden mit Ryanair. Es gebe jetzt eine „aufgestaute Nachfrage“, betont O’Leary. Allerdings bleibe die Erholung fragil. Die vom Ukrainekrieg belastete Wirtschaftsentwicklung mache es „unpraktisch oder gar unmöglich“, die Ticketpreise und damit die Gewinnmarge zu schätzen, sagte O’Leary. Und damit ist auch unklar, wie viel Ryanair unterm Strich verdienen wird. „Wir können da keine Zahl angeben“, sagte O’Leary zur Marge. Vermutlich muss Ryanair niedrige Preise anbieten. Die Gruppe zeigte sich aber „vorsichtig optimistisch“, dass die Preise zur Spitzenzeit im Sommer jene vom Sommer 2019 überschreiten. Unsicherheit gibt es wegen möglicher neuer Corona-Wellen.

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