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Nächste Aktion : Ryanair-Flugbegleiter kündigen Streik in fünf Ländern an

  • Aktualisiert am

Für Ryanair ging am Mittwoch an vielen Orten nichts mehr. Bild: Reuters

In Deutschland haben am Mittwoch erstmals Piloten und Flugbegleiter gemeinsam gestreikt, 150 Flüge mussten annulliert werden. Jetzt kündigen die Beschäftigten die nächste Aktion an.

          Passagiere von Ryanair müssen sich nach dem Streik der deutschen Piloten und Flugbegleiter auf weitere Arbeitskämpfe einrichten. Das Unternehmen widersprach am Donnerstag aber gewerkschaftlichen Ankündigungen eines „Reisechaos“, wenn am 28. September Flugbegleiter an den Basen in Spanien, Italien, Portugal, Belgien und den Niederlanden streiken sollten. Die bisherigen Erfahrungen in diesem Sommer hätten gezeigt, dass die große Mehrheit des Personals auch bei Arbeitskämpfen zum Dienst erscheine. Der 28. September ist in vielen deutschen Bundesländern der letzte Schultag vor den Herbstferien.

          Als Beispiel für geringe Auswirkungen zog die Fluggesellschaft den gemeinsamen 24-Stunden-Streik der in Deutschland stationierten Flugbegleiter und Piloten vom Mittwoch heran. Ryanair hatte 150 von 400 geplanten Flügen von und nach Deutschland abgesagt. Die übrigen Verbindungen seien bis auf zwei Ausnahmen aber wie geplant abgeflogen worden, teilte das Unternehmen mit. Mehr als 70 Prozent des deutschen Personals sei zum Dienst erschienen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte die Ankündigungen der Fluggesellschaft bezweifelt und wegen hoher Streikbeteiligung deutlich mehr Flugausfälle erwartet.

          Am Donnerstag lief der Flugverkehr auch an den deutschen Basen wieder wie gewohnt. Wie jeden Tag beschwerte sich Ryanair via Twitter über Flugverspätungen, die aus ihrer Sicht auf Personalmangel bei den Flugsicherungen zurückzuführen sind. Aus diesem Grund seien von 436 Frühflügen 59 verspätet gewesen.

          Ein Streik in fünf europäischen Ländern am 10. August, mitten in den Sommerferien, hatte zu rund 400 Flugannullierungen geführt, von denen mehr als 55.000 Passagiere betroffen waren.

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