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Ryanair, Easyjet & Co. : Warum der Billigflugmarkt an seine Grenzen stößt

Junge Menschen auf dem Weg in eine Ryanair-Maschine auf dem Flughafen von Danzig, Polen. Bild: Reuters

Einst buhlten Billigfluglinien um besonders sparwütige Kunden, nun müssen die Preisbrecher selbst sparen. Die Low-Cost-Anbieter drosseln ihre Expansion. Was sind die Folgen?

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          Rückzug – so etwas hört man von Billigfluganbietern selten. Doch die irische Gesellschaft Ryanair hat zum Jahreswechsel ihre Basis in Hamburg geschlossen, im Frühjahr 2020 ist die Station in Nürnberg dran. Beide Orte werden nur noch mit Flugzeugen, die anderswo beheimatet sind, angesteuert. In Nürnberg bleibt nur ein Drittel des Ryanair-Angebots bestehen. Auch in Weeze am Niederrhein und in Hahn im Hunsrück wurde gekürzt.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Rivale Easyjet ist zwar durch das Einverleiben von Air-Berlin-Resten zum größten Fluganbieter in der Hauptstadt aufgestiegen – von einer prägenden Rolle in der deutschen Luftfahrt ist man aber weit entfernt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) errechnet einen Billigfluganteil von etwa einem Drittel an der Luftfahrt in Deutschland, auf die Briten entfallen davon 17 Prozent. Die Gesellschaft mit den orange-weißen Jets kommt durchgerechnet nur auf knapp 6 Prozent Anteil an der hiesigen Luftfahrt – obwohl man riesige Anlaufverluste in Berlin hinnahm. Das Gewicht von Ryanair ist kaum größer.

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