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Energie : Wasserstoff für das Ruhrgebiet

  • Aktualisiert am

„Erster Wasserstoffschnellweg in Deutschland“: RWE und OEG arbeiten an einer Versorgungsinfrastruktur. Bild: Reuters

RWE und OGE bauen an einem Schnellweg für Wasserstoff

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          bü. Düsseldorf ⋅ Während die Sorgen um die Erdgaslieferungen aus Russland immer größer werden, arbeiten RWE und der Netzbetreiber OGE an einer Versorgungsinfrastruktur für Wasserstoff. Ziel ist es, Produktionsanlagen, Speicher und Importhäfen im Norden mit den Industrieregionen und Verbrauchern in West- und Süddeutschland zu verknüpfen. „Gemeinsam wollen wir den ersten Wasserstoffschnellweg in Deutschland schaffen“, sagte der RWE-Vorstandsvorsitzende Markus Krebber. Dafür hat sich der größte deutsche Stromproduzent mit der ebenfalls in Essen ansässigen OGE zusammengetan, die ein rund 12 000 Kilometer langes Gasfernleitungsnetz betreibt. Den gesamten Investitionsbedarf veranschlagen die beiden Partnerunternehmen auf eine Größenordnung von 3,5 Milliarden Euro.

          RWE übernimmt in dem Vorhaben, das unter der Bezeichnung „H2ercules“ läuft, die Wasserstoffproduktion und Beschaffung aus anderen Ländern, OGE bringt die grünen Gase zu den Kunden. „Das Konzept ist als umsetzbarer Vorschlag zu verstehen, um die Herkulesaufgaben Dekarbonisierung und Diversifizierung der Energieversorgung zu lösen“, sagte Jörg Bergmann, Sprecher der OGE-Geschäftsführung. Geplant ist dafür ein Leitungsnetz mit einer Länge von rund 1500 Kilometern, das sich in die Gesamtplanung für ein deutsches Wasserstoffnetz einfügen soll. Der Branchenverband FNB Gas veranschlagt dafür bis 2030 rund 5100 Kilometer Pipelines. Die Abstimmung erfolgt über den Netzentwicklungsplan.

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