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RWE und der Kohleausstieg : Die Rechnung, bitte!

  • -Aktualisiert am

In der Braunkohle strebt die Kommission eine einvernehmliche Vereinbarung mit RWE und der ostdeutschen Leag an. Bild: dpa

RWE geht mit hohen Forderungen in den Milliardenpoker um den Kohleausstieg. RWE-Chef Schmitz zieht alle Register. Berlin sollte besser sorgfältig nachrechnen.

          Rolf Martin Schmitz ist viel in Berlin unterwegs und weiß mit der Politik umzugehen. Zum Auftakt des Milliardenpokers um den Kohleausstieg zieht der RWE-Vorstandschef alle Register. Dazu gehört erstens, staatsmännisches Verständnis für die politischen Notwendigkeiten zu bekunden. Die haben in diesem Fall mit der AfD zu tun und damit, dass man den Menschen in der strukturschwachen Lausitz und in Mitteldeutschland deshalb keine weiteren Lasten zumuten dürfe. Also wird es in erster Linie das Rheinische Revier treffen, wenn schon in den Jahren bis 2023 weniger klimaschädliche Braunkohle verbrannt werden muss.

          „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten“, versichert Schmitz. Es sei klar, dass RWE den Löwenanteil der rund 3 Gigawatt in der Braunkohle werde schultern müssen. Das Preisschild: 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro für jedes Gigawatt Kraftwerkskapazität, die aus dem Markt soll. Es folgt, zweitens, das Kleinreden eigener Forderungen. „Ein kompletter Kohleausstieg wird wahrscheinlich nicht mehr kosten als ein halbes Jahr staatliche Förderung der erneuerbaren Energien.“ Die Vergleichsgröße ist freilich gigantisch: 25 Milliarden Euro verschlingt allein die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr, Kosten für neue Stromleitungen und andere Posten gar nicht gerechnet. Drittens folgen die „nicht rationalen“, aber politisch ebenfalls unvermeidbaren Sonderwünsche, denen man sich zu beugen habe.

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          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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