https://www.faz.net/-gqe-7s16p

Cheeseburger & Co. : Russland will Burger von McDonald’s verbieten

  • Aktualisiert am

McDonald’s-Filiale in Moskau Bild: REUTERS

Ist das die Rache für Sanktionen? Angeblich aus Verbraucherschutzgründen möchte eine russische Behörde mehrere McDonald’s-Produkte verbieten. Der Konzern wehrt sich.

          1 Min.

          Die russische Verbraucherschutzbehörde beanstandet mehrere Produkte des amerikanischen Fastfood-Giganten McDonald’s und will deren Verkauf verbieten lassen. Es seien Verstöße gegen Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit und -qualität festgestellt  worden, sagte Behördenchefin Anna Popowa am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax. Ein juristisches Verfahren, dass zu einem Verkaufs- und Produktionsverbot der fraglichen Speisen führen solle, sei bereits eingeleitet worden.

          Den Behördenangaben zufolge wurden bei Kontrollen in McDonald’s-Filialen in der nordrussischen Region Nowgorod Bakterien in einem Salat und mehreren Sandwiches gefunden. Außerdem hätten bei mehreren Burgern, etwa dem Cheeseburger, die Nährwertangaben nicht mit der Realität übereingestimmt. McDonald’s teilte seinerseits mit, von den Behörden nicht über die Vorwürfe informiert worden zu sein. Russischen Behörden, die sich mit Lebensmittel- und Hygienevorschriften befassen, wird oft vorgeworfen, Entscheidungen aus außenpolitischen Beweggründen zu treffen. Wegen der Ukraine-Krise hat sich das Klima zwischen den Vereinigten Staaten und Russland verschlechtert; beide Staaten haben wechselseitige Sanktionen verhängt.

          McDonald’s ist seit Januar 1990, kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, in Russland präsent. Die erste Filiale wurde in Moskau eröffnet - heute ist dieses Schnellrestaurants eines der meistbesuchten von McDonald’s weltweit. Nach der russischen Annexion der Krim im März schloss das Unternehmen seine Filialen auf der Schwarzmeerinsel. Es kündigte jedoch an, seine Expansion in Russland fortzusetzen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klaus Wolfram im Februar im Prenzlauer Berg, dort also, wo früher Ostberlin war

          Ein Treffen mit Klaus Wolfram : Ostdeutscher Frühling

          Nicht nur in Thüringen versuchen rechte Demagogen den Osten zu usurpieren. Der DDR-Oppositionelle Klaus Wolfram kritisiert die ungleiche Verteilung der Diskursmacht in Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.