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Friedensforscher sagen : Russlands Konzerne verkaufen mehr Waffen

  • Aktualisiert am

Ein Sukhoi Su-30 Flugzeug, im Einsatz bei der indischen Luftwaffe. Bild: AP

Weltweit sind im vergangenen Jahr weniger Waffen verkauft worden, sagen Friedensforscher aus Stockholm. Nur russische Rüstungskonzerne haben mehr abgesetzt.

          Entgegen dem weltweiten Trend sind die Waffenverkäufe russischer Rüstungsunternehmen 2013 stark gewachsen. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verkauften die großen Rüstungskonzerne in dem Land 20 Prozent mehr Militärgüter als im Vorjahr. Nach Einschätzung der Friedensforscher ist das vor allem auf das Ausgabenprogramm der russischen Regierung zurückzuführen.

          „Diese Investitionen sind ausdrücklich dafür vorgesehen, die nationalen Produktionsfähigkeiten und Waffen zu modernisieren, um sie auf Augenhöhe mit den Fähigkeiten und Technologien der großen Waffenproduzenten in den Vereinigten Staaten und Westeuropa zu bringen“, erklärte der Sipri-Experte Siemon Wezeman die am Montag veröffentlichten Zahlen. Unter den Top 100 der weltweit führenden Waffenhersteller sind nun zehn russische Produzenten.

          Insgesamt machten die führenden Rüstungsunternehmen weltweit 2013 zum dritten Mal in Folge etwas weniger Kasse. Laut Sipri setzten die 100 größten Hersteller zusammen 402 Milliarden Dollar (rund 323 Milliarden Euro) und damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr um. Unternehmen aus China flossen allerdings wegen fehlender Daten nicht in die Untersuchung ein.

          Rückläufig sind vor allem die Umsätze der Unternehmen mit Hauptsitz in den Vereinigten Staaten und Kanada. Während die Anteile von Waffenproduzenten aus Asien steigen, kommen mehr als zwei Drittel der Hersteller in den Top 100 jedoch weiter aus Nordamerika und Westeuropa. US-Konzerne belegen in der Liste 38 Plätze. Mit den Rüstungssparten von Rheinmetall (Platz 32), ThyssenKrupp (57), Diehl (57) und Krauss-Maffei Wegmann (72) sind vier deutsche Hersteller von Rüstungsgütern vertreten.

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