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Krieg Russland : Russland belastet den Rohstoffkonzern OMV

  • Aktualisiert am

Der Hauptsitz des Rohstoffkonzerns in Wien Bild: AFP

Zunächst gibt es Wertberichtigungen. Langfristig dürfen Anleger wieder auf steigende Kurse hoffen.

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          ela. Wien ⋅ Im Zuge des Rückzugs aus Russland zeigen sich die ersten bilanziellen Auswirkungen für den österreichischen Rohstoffkonzern OMV. Im ersten Quartal schlagen Wertberichtigungen im Ausmaß von rund 2 Milliarden Euro zu Buche. Entsprechende Effekte hatte das Management schon vor Wochen angekündigt. Diese fußen auf dem Rückzug aus dem Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 und der Neubeurteilung der Russlandaktivitäten nach Beginn der Invasion Russlands in der Ukraine.

          Ein Sondereffekt von einer Milliarde Euro ergibt sich aus dem Rückzug aus dem Pipelineprojekt, das Gas von Russland nach Deutschland bringen sollte. Ein weitere Milliarde kommt aus dem Viertelanteil von OMV an dem sibirischen Gasfeld Juschno-Russkoje, teilte das teilstaatliche Industrieunternehmen am Freitag im Quartalszwischenbericht mit. Für die Minderheitsbeteiligung an Juschno-Russkoje hat OMV die Konsolidierungsmethode angepasst. Begründet wird dieser Schritt mit den Gegensanktionen, welche die russische Regierung Ende Fe­bruar angekündigt hat.

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