https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/rund-55-000-wagen-betroffen-tesla-ruft-auch-in-china-autos-zurueck-17710477.html

Rund 55.000 Wagen betroffen : Tesla ruft auch in China Autos zurück

  • Aktualisiert am

Ein Blick in Teslas Fabrik in Shanghai (Januar 2020) Bild: Reuters

Der Elektro-Autohersteller muss auch in China Wagen zurück in die Werkstatt beordern. Die Probleme hatten zuvor schon in den USA zu einem großen Rückruf geführt.

          1 Min.

          Der US-amerikanische Elektro-Autohersteller Tesla ruft in China rund 55.000 Fahrzeuge wegen möglicher sicherheitsgefährdender Mängel zurück. Wie aus einer Online-Stellungnahme der chinesischen Marktaufsichtsbehörde hervorgeht, sind knapp 20.000 Autos des „Model S“ und über 35.000 Autos des „Model 3“ betroffen.

          Laut Berichten handelt es sich dabei um zwei verschiedene Sicherheitsrisiken: Beim „Model 3“ wurden demnach Mängel rund um die Rückfahrkamera festgestellt. Diese könne durch das Öffnen und Schließen des Kofferraumdeckels beschädigt werden und schlussendlich ausfallen. Beim „Model S“ bestehe die Gefahr einer sich unerwartet öffnenden Motorhaube, sofern ein Verriegelungsmechanismus gelöst würde. Dies könne die Sicht des Fahrers behindern.

          Rund 500.000 betroffene Wagen in USA

          Zuvor hatte Tesla aus den gleichen Gründen schon in den USA knapp eine halbe Million Fahrzeuge zurückgerufen. Ob von den Mängeln und einem möglichen Rückruf auch Fahrzeuge in Deutschland betroffen sind, ließ sich bislang nicht klären. Das dafür zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

          Tesla generiert rund ein Fünftel seines Umsatzes in China, dem weltweit größten Markt für Elektro-Autos. Seit 2019 betreibt der von Elon Musk gegründete Konzern eine Fabrik in Shanghai mit mehreren tausend Angestellten. In Grünheide bei Berlin baut das Unternehmen derzeit seine erste europäische Fabrik. Diese ist aber noch immer nicht offiziell genehmigt.

          Tesla reichte nun aber nach Angaben der Brandenburger Landesregierung die noch fehlenden Dokumente für das Genehmigungsverfahren ein. "Zum Ende der 50. Kalenderwoche (13.-19.12.) sind die ausstehenden Unterlagen und Informationen eingegangen, die die Voraussetzung für eine Entscheidung über den Tesla-Antrag bilden“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums der dpa. Diese Unterlagen würden nun unter anderem vom Landesamt für Umwelt und der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Oder-Spree geprüft.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          F.A.Z.-Serie Schneller Schlau : Wie man den Staat am Hausbau beteiligt

          Die Regierung will die Emissionen bei privaten Gebäuden reduzieren. Wer ein Haus modernisiert, kann auf Fördergelder zählen. Ein unterschätzter Faktor verdirbt aber häufig die Rechnung: das eigene Alter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.