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KMW und Nexter : Regierung prüft Fusion von Panzerherstellern

  • Aktualisiert am

Französische Panzer vom Hersteller Nexter bei einer Militärparade in Paris Bild: dpa

Der Zusammenschluss zu einem neuen Rüstungsriesen verzögert sich. Zunächst wird untersucht, ob „Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik“ betroffen sind. Das kann sich über Monate ziehen.

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          Ein großer deutsch-französischer Rüstungsdeal verzögert sich. Die Bundesregierung nimmt die geplante Fusion der beiden Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Nexter genauer in Augenschein. Wie das zuständige Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch erklärte, sei eine „vertiefte Prüfung“ nach dem Außenwirtschaftsgesetz eingeleitet worden.

          Das Bundeskartellamt hat bereits grünes Licht für die Fusion gegeben. Durch den Zusammenschluss wollen KMW und Nexter zu einem führenden europäischen Rüstungsanbieter mit gut 6000 Beschäftigten und knapp zwei Milliarden Euro Umsatz aufrücken. Ihre grundsätzlichen Pläne für die Rüstungsfusion hatten die beiden Firmen bereits 2014 angekündigt; Ende Juli wurden schließlich in Paris die Unterschriften unter die Verträge
          gesetzt. KMW baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard, Nexter den Leclerc.

          Die vertiefte Prüfung, die am Dienstag gestartet wurde, dauert einen Monat - jedoch erst ab dem Zeitpunkt, an dem die Unternehmen alle erforderlichen Unterlagen dem Ministerium vorgelegt haben. Das kann sich über mehrere Monate hinziehen.  

          KMW hat seit dem Kauf einer Sparte von Diehl Defence rund 3500 Mitarbeiter. Die meisten davon sind in München und Kassel beschäftigt, hinzu kommen kleinere Standorte auch im Ausland. Der Umsatz im vergangenen Jahr lag bei etwa 750 Millionen Euro. Nexter Systems gehört bisher zum staatlichen französischen Rüstungskonzern Nexter Group. 3300 Beschäftigte der Group setzten weltweit zuletzt 1,1 Milliarden Euro um.

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