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Rückzug westlicher Firmen : Das russische Öl-Prestigeprojekt liegt lahm

Ein Blick auf Russlands Öl-Prestigeprojekt Sachalin-1 Bild: Reuters

Der Rückzug von ExxonMobil hat die Öl-Förderstätte Sachalin-1 in Russlands fernem Osten lahmgelegt. Ein Musterfall dafür, wie die Abkehr westlicher Unternehmen der russischen Wirtschaft schadet.

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          Die Abkehr westlicher Unternehmen vom russischen Markt wird vom Kreml gerne als Chance für die heimische Wirtschaft dargestellt. Dass die Realität anders aussieht, zeigt das Beispiel der Öl-Förderstätte Sachalin-1 vor der Küste der fernöstlichen Insel Sachalin, ein Prestigeprojekt, mit dem Russland Mitte der 2000er-Jahre die Erschließung neuer, schwer zugänglicher Förderstätten feierte: Seit dem angekündigten Rückzug des amerikanischen Konzerns Exxon Mobil ist die Ölproduktion von Sachalin-1 immer weiter zurückgegangen und inzwischen vollständig zum Erliegen gekommen.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.
          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Anfang März hatte das Unternehmen verkündet, seine Beteiligung in Höhe von 30 Prozent an dem Konsortium abzugeben und die operative Führung nach und nach in neue Hände übergeben zu wollen. Ende April machte der Konzern in einer offiziellen Stellungnahme höhere Gewalt dafür verantwortlich, dass er die Fördermengen deutlich kürzte: Es gebe wegen der westlichen Sanktionen keine Tankschiffe für den Abtransport des geförderten Rohöls; Schiffseigner fänden keine Versicherer oder sie scheuten das Reputationsrisiko.

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