https://www.faz.net/-gqe-83w8h

Rückkehr aufs Parkett : Ein Drittel der Parfümerie Douglas soll an die Börse

Douglas-Filiale in Würzburg Bild: dpa

Vor zwei Jahren zog sich Deutschlands größte Parfümeriekette von der Börse zurück. Jetzt bringen Investoren Douglas an den Aktienmarkt zurück. Aber nicht ganz.

          1 Min.

          Beim anstehenden Börsengang der Parfümeriekette Douglas planen die Eigner, zunächst rund ein Drittel der Anteile abzugeben. Das erfuhr diese Zeitung aus Kreisen, die mit dem Verfahren vertraut sind. „Vielleicht wird es auch etwas mehr“, sagte einer der Insider. Als Erlös sei „gut 1 Milliarde Euro“ angestrebt. Endgültig entschieden sei das noch nicht, geplant werde aber mit diesen Größen. Der Sprung aufs Parkett soll möglichst vor der Sommerpause stattfinden.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Beteiligten äußerten sich dazu nicht. Die Eigner - der Investor Advent und die Familie Kreke - hatten am Freitag mitgeteilt, den Börsengang vorzubereiten. Der parallel laufende Verkaufsprozess an Bieter ist dem Vernehmen nach aber dennoch nicht endgültig abgebrochen.

          Advent war 2012 in das Unternehmen eingestiegen, das damals fünf Sparten betrieb: als Kerngeschäft die Parfümeriekette Douglas und dazu die Händler Hussel (Süßigkeiten), Christ (Schmuck), Thalia (Bücher) und Appelrath Cüpper (Mode). Dann wurde die Gesellschaft von der Börse genommen. Advent bekam 80 Prozent, die Krekes behielten 20 Prozent. Dieses Verhältnis hat sich, wie zu hören ist, seitdem leicht verändert, wahrscheinlich im Zuge zweier Transaktionen: Denn die Eigner haben inzwischen Hussel und Christ veräußert. Gerne hätten sie auch die beiden anderen Randsparten verkauft, was bisher aber nicht gelungen ist. Die sind aus der Douglas Holding in zwei Nebenholdings ausgelagert.

          Die Aktien werden von der Hauptholding - jetzt Douglas AG - auf den Markt gebracht. Weil bei ihr beide Eigner in einem Boot sitzen, geben sie gleiche Anteile ihrer Pakete ab: Kommt also ein Drittel aller Douglas-Aktien auf den Markt, schrumpfen beide Anteilspakete um jeweils ein Drittel. Später dürften die Krekes aber einen Teil des Erlöses wieder investieren und Advent Teile abkaufen. Die Familie ließ mitteilen, sie bleibe bei Douglas engagiert. Die begleitenden Banken bei dem Börsengang sind JP Morgan, Goldman Sachs und Deutsche Bank, Nebenrollen haben Credit Suisse und Morgan Stanley. Koordinierender Berater ist Lilja.

          Weitere Themen

          Daimler schließt Milliarden-Vergleiche in Amerika Video-Seite öffnen

          Dieselskandal : Daimler schließt Milliarden-Vergleiche in Amerika

          Der Autobauer Daimler will in den Vereinigten Staaten mit mehr als zwei Milliarden Dollar Streitigkeiten im Dieselskandal beilegen. Für Vergleiche mit mehreren amerikanischen Behörden werden nach Konzernangaben rund 1,5 Milliarden Dollar fällig, für die Beilegung einer Sammelklage von Verbrauchern etwa 700 Millionen Dollar.

          Topmeldungen

          Eine Demonstrantin umarmt am Freitag in Minsk einen Soldaten.

          Proteste in Belarus : Sie umarmen die Soldaten

          Die Bilder der friedlichen Proteste am Freitag dürften viele Belarussen motivieren, am Wochenende gegen Lukaschenka auf die Straße zu gehen. Selbst die einflussreiche Russische Orthodoxe Kirche ruft das Regime auf, auf Gewalt zu verzichten.
          Eine Frau arbeitet während des Lockdown von zuhause aus.

          Arbeitsrecht : Was Chefs in Corona-Zeiten dürfen

          Sind Zwangstests auf Covid-19 erlaubt? Was gilt für brisante Daten? Können Kosten für das Homeoffice steuerlich abgesetzt werden? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Arbeitsrechts-Fragen in Bezug auf die Pandemie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.