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Private Medienunternehmen : RTL will kein Geld aus der Rundfunkabgabe

  • -Aktualisiert am

Die Mediengruppe RTL Deutschland setzt nach eigenen Angaben auf einen „fairen Wettbewerb“. Bild: dapd

Die Privatfernsehkette stellt sich gegen die Idee von Pro Sieben Sat 1 und will kein Geld aus den Rundfunkabgaben. Das Unternehmen fordert einen fairen Wettbewerb und weniger Werbeverbote.

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          Die Mediengruppe RTL Deutschland lehnt es ab, einen Teil der Zwangsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland zu erhalten. Zuvor hatte der Wettbewerber Pro Sieben Sat 1 gefordert, ihre Inhalte aus öffentlichen Mitteln mitfinanzieren zu lassen. Das sieht RTL anders: „Wir setzen nicht auf Subventionen für einzelne Inhalte, sondern auf einen fairen Wettbewerb, der zugleich die publizistische Unabhängigkeit bewahrt“, sagte Claus Grewenig, Bereichsleiter Medienpolitik der Gruppe, am Montag. Deren Deutschland-Geschäft mit den Sendern RTL, Vox, RTL II, Super RTL und N-TV kam 2016 auf einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ihr Ansatz richtet sich auf Schaffung von verlässlichen Rahmenbedingungen, die die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der privaten Medienunternehmen perspektivisch sichern: Dazu gehört eine klare Begrenzung des Funktionsauftrags von ARD und ZDF auf die Grundversorgung sowie die Überprüfung des Angebotsumfangs und der Finanzierung durch Werbung. Zudem fordert die Privatfernsehkette, die Werbezeitregelungen im Fernsehen aufzuheben, auf Werbeverbote zu verzichten und die Vertragsfreiheit im Urheberrecht zu erhalten.

          Pro Sieben Sat 1 hält Anteil für sinnvoll

          Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit ARD, ZDF und Deutschlandradio bekommt etwa 8 Milliarden Euro im Jahr aus der Rundfunkabgabe, die Haushalte und Unternehmen zahlen müssen. Pro Sieben Sat 1 hält einen eigenen Anteil daran für sinnvoll. „In dem Maße, in dem wir die Grundversorgung vor allem in jungen Segmenten de facto mitübernehmen, finden wir es sachgerecht, dass diese Inhalte aus öffentlichen Mitteln finanziert oder mitfinanziert werden“, sagte Vorstand Conrad Albert der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zum Unterföhringer Unternehmen mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro zählen die Sender Sat 1, Pro Sieben, Kabel Eins und Sixx. Er fügt dazu an, dass das junge Publikum Pro Sieben einschaltet und sich dabei auch über Politik informieren soll.

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