https://www.faz.net/-gqe-99uc8

Neue Studie warnt vor Trägheit : Achtung, Achtung Autobranche

  • Aktualisiert am

Was wird aus dem Diesel-Motor? – Das ist nicht die einzige Frage für die Autobranche. Bild: dpa

Gerade in guten Zeiten sollten Firmen ihre Geschäftsmodelle hinterfragen, rät die Beratung Roland Berger. Und warnt vor allem deutsche Schlüsselindustrien.

          1 Min.

          Gute Stimmung, gute Zahlen - alles bestens also für die deutschen Unternehmen? Nein. Ganz und gar nicht. „Sturmtief voraus“, warnt eine noch unveröffentlichte Studie von Roland Berger. „Die gute Konjunktur führt leicht zu Trägheit“, sagt Falco Weidemeyer, Senior Partner der Unternehmensberatung, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Gerade in guten Zeiten sollten Firmen ihre Geschäftsmodelle hinterfragen: „Business as usual ist gerade jetzt gefährlich.“ Roland Berger hat für die Studie Restrukturierungs-Experten befragt, ihr Befund klingt ziemlich ernst. Ausgerechnet die deutschen Schlüsselbranchen Automobil und Anlagenbau stehen demnächst vor dem größten Anpassungsbedarf, lautet das alarmierende Fazit der Studie. Die gravierendsten Herausforderungen sehen die Befragten dabei in Managementfehlern (90 Prozent), neuen Wettbewerbern (78 Prozent) sowie alles umwälzenden Technologien (74 Prozent).

          Für den Handel warnen die Roland Berger-Experten vor einem Verlust der Kundschaft an Online-Shops. „Bis zum Jahr 2022 werden die E-Commerce-Umsätze weltweit um 65 Prozent wachsen – auf rund 2,6 Billionen Dollar“, zitiert die F.A.S. aus der Studie. Für die Automobilindustrie spricht die Studie von einem „Jahrhundertwandel“: „Die Branche muss sich umfassend für eine neue Generation von Mobilitätsnutzern öffnen und passende Daten getriebene Geschäftsmodelle entwickeln“, heißt es in der Berger-Studie.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson in 10 Downing Street

          Doch wieder Brexit-Gespräche : Sie verhandeln auf der roten Linie

          London und Brüssel verhandeln nun doch weiter über eine künftige Partnerschaft. Aber reichen drei Wochen mehr Zeit aus, um die Gräben zu überwinden? Fest steht: EU-Chefunterhändler Michel Barnier hat wenig Spielraum.
          Mit einem Schild vor der Tür können Amerikaner ihre politischen Vorlieben ausdrücken.

          Durch Dörfer in Ohio : Von Tür zu Tür auf Stimmenfang

          Der Republikaner Rob Weber möchte für Ohio in den Kongress einziehen. Dafür sucht er den Kontakt zu den Wählern. Politisch steht er hinter Präsident Trump. Auf einen Corona-Schutz verzichtet er.

          Hamstereinkäufe : Was, wenn die Nachfrage weiter steigt?

          Im Frühjahr bunkerten die Deutschen vor allem eins: Toilettenpapier. Nun nehmen mit steigenden Infektionszahlen und Beschränkungen auch die Hamsterkäufe wieder zu. Was das für uns bedeutet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.