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Roche-Verwaltungsratspräsident : „Wir haben unnötige Opfer gehabt“

Roche Verwaltungsratspräsident Christoph Franz Bild: obs

Christoph Franz, Verwaltungsratspräsident des Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche, plädiert für eine Impfpflicht. Er rügt Deutsche und Schweizer für verpasste Chancen und lobt die tatkräftigen Briten.

          7 Min.

          Herr Franz, sind Sie schon geimpft?

          Ilka Kopplin
          (ikop), Wirtschaft
          Johannes Ritter
          (rit.), Wirtschaft

          Nein, ich zähle nicht zur Gruppe derer, die schon impfberechtigt sind. Aber ich bin für die Impfung registriert und warte jetzt ganz brav darauf, dass ich aufgerufen werde.

          Vor ein paar Monaten haben Sie sich öffentlich für eine Impfpflicht ausgesprochen. Wie viele Drohbriefe haben Sie danach bekommen?

          Zu meiner eigenen Überraschung gab es nur wenige kritische Kommentare. Ich halte eine Impfpflicht ja auch nur dann für geboten, wenn die Durchimpfungsraten am Ende nicht ausreichend hoch sind und wenn das im gesellschaftlichen Konsens entschieden würde. Sehr viele Freunde und Bekannte haben mir gesagt, dass sie das genauso sehen. Das Bewusstsein, dass die Freiheit des Einzelnen an der Gesundheit des Nächsten aufhört, ist im Laufe dieser Pandemie stark gewachsen. Es braucht Solidarität, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen.

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