Ritter-Sport-Chef im Interview :
„60 Prozent Preisanstieg sind nicht business as usual“

Von Gustav Theile, Waldenbuch
Lesezeit: 8 Min.
Ritter-Sport-Geschäftsführer Andreas Ronken
Ritter Sport bleibt in Russland, seinem zweitwichtigsten Markt. Im Gespräch begründet Andreas Ronken die Entscheidung – und erzählt, wieso der aktuelle Preisanstieg auch das Schokoladengeschäft hart treffen.
Russland ist Ihr zweitwichtigster Markt nach Deutschland. Viele haben ihr Russland-Geschäft eingestellt. Und Sie?

Der schreckliche Krieg in der Ukraine ist für uns alle ein Schock. Wir unterstützen viele humanitäre Organisationen. Wir haben uns entschlossen, der russischen Bevölkerung weiter Schokolade zur Verfügung zu stellen, solange das rechtlich möglich ist. Warum? Wir als Familienunternehmen übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeitenden. Ein Stopp des Geschäftes hätte keinen wirklichen Beitrag zur Beendigung der Invasion, aber einen direkten, großen Einfluss auf unsere Mitarbeitenden in Russland und letztlich auch auf uns als unabhängiges, mittelständisches Familienunternehmen, bis zu den Kakaobauern in der Lieferkette. Wir haben aber Investitionen wie Werbung vor Ort gestoppt.

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