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Juristische Schritte : Rewe will Tengelmann-Kauf durch Edeka verhindern

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Der Vorstandsvorsitzende der Rewe-Gruppe, Alain Caparros Bild: Schoepal, Edgar

Der deutsche Marktführer Edeka will die Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann übernehmen. Die Rewe-Gruppe will dagegen vorgehen: „Wir werden alle juristischen Möglichkeiten nutzen, um unsere Interessen zu wahren“, sagte der Vorstandsvorsitzende Caparros der F.A.Z.

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          Der Vorstandsvorsitzende der Rewe-Gruppe, Alain Caparros, genießt den Ruf, ein streitbarer Manager zu sein: Sollte die angekündigte Übernahme der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann durch den deutschen Marktführer Edeka zustande kommen, will er sich deshalb vehement wehren. „Wir werden alle juristischen Möglichkeiten nutzen, um unsere Interessen zu wahren“, hat Caparros jetzt gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z./Dienstagsausgabe) angekündigt.

          Der heute schon vorhandene Abstand zwischen den beiden genossenschaftlichen Rivalen Edeka und Rewe wäre beim Zustandekommen der Transaktion nicht mehr aufzuholen, argumentiert Caparros. Dabei verweist er vor allem auf die drei Regionen, in denen Kaiser’s Tengelmann sein Filialnetz betreibt, nämlich im Raum Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen. In Berlin etwa wüchse Edeka nach seinen Berechnungen auf einen Marktanteil von rund 35 Prozent und wäre damit mehr als doppelt so groß wie die Genossen aus Köln.

          „Das Kartellamt würde angesichts der jüngsten Sektoruntersuchung seine
          Glaubwürdigkeit verlieren, würde es die Übernahme so genehmigen“. Er fürchtet, dass Edeka nun womöglich auf eine Sondergenehmigung, eine sogenannte Ministererlaubnis aus ist. So würden schon Parallelen zu den berühmten Schleckerfrauen gezogen. „Kaiser’s Tengelmann ist nicht Schlecker. Wer hier den Schlecker-Fall ins Spiel bringt, täuscht die Öffentlichkeit“, kritisiert der Rewe-Chef.

          Mehr zum Thema lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 10. November 2014 oder ab 20 Uhr im ePaper.

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