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Handelskette Coop : Edeka und Rewe streiten über die nächste Übernahme

  • Aktualisiert am

Über den Coop-Märkten sollen keine Rewe-Fähnen wehen, zumindest, wenn es nach Edeka geht. Bild: dpa

Der Fall Kaiser’s Tengelmann ist weiterhin nicht aus der Welt. Doch Edeka und Rewe haben sich auch wegen einer anderen Übernahme in den Haaren.

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          Edeka wehrt sich gegen die Übernahme von rund 200 Supermärkten der Handelskette Coop durch den Rivalen Rewe. Deutschlands größter Lebensmittelhändler legte gegen die Genehmigung des Zusammenschlusses durch das Bundeskartellamt Beschwerde ein, wie ein Edeka-Sprecher und die Wettbewerbsbehörde am Dienstag bestätigten.

          Nach Einschätzung von Edeka habe das Bundeskartellamt bei der Genehmigung nicht durchgehend die gleichen Maßstäbe angelegt wie im Fall Kaiser’s Tengelmann, hieß es in mit der Sache vertrauten Kreisen. Zuerst hatte die „Lebensmittel Zeitung“ über die Beschwerde berichtet.

          Das Bundeskartellamt hatte Rewe Ende Oktober grünes Licht für die Übernahme gegeben. Zuvor mussten sich Rewe und Coop allerdings von einigen Supermärkten trennen. Coop betreibt in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg rund 200 Filialen unter der Marke Sky und erzielte damit 2015 einen Umsatz von gut 1,2 Milliarden Euro. Rewe ist mit über 6000 Filialen Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler - nach Edeka.

          Im Streit um die Filialen der angeschlagenen Supermarkt-Kette Kaiser's Tengelmann gibt es derweil nach wie vor keine Einigung zwischen den beiden Kontrahenten. Beide Seiten arbeiten seit zwei Wochen an der Umsetzung einer Einigung, die im Schlichtungsverfahren unter Altkanzler Gerhard Schröder gefunden wurde.

          Demnach soll Edeka Tengelmann übernehmen dürfen und einige Filialen in Berlin an den Konkurrenten Rewe weiterreichen. Knackpunkt ist aber offenbar, welche Filialen an Rewe gehen und welcher Kaufpreis dafür fällig wird. Kaiser’s Tengelmann beschäftigt heute in gut 400 Filialen in München und Oberbayern, im Raum Berlin und im Rheinland noch rund 15.000 Mitarbeiter.

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