https://www.faz.net/-gqe-9gidq

„Kronen-Zeitung“ und „Kurier“ : Karstadt-Eigentümer Benko kauft sich in österreichische Zeitungen ein

  • Aktualisiert am

René Benko Bild: Jacqueline Godany

Erst hat René Benko Karstadt und Kaufhof fusioniert, jetzt kauft er sich ins Zeitungsgeschäft ein. Er übernimmt unter anderem einen Teil der auflagenstärksten Zeitung Österreichs.

          1 Min.

          Die Funke Mediengruppe aus Essen verkauft einen Teil ihrer Anteile an den österreichischen Tageszeitungen „Kronen Zeitung“ und „Kurier“ an die Signa Holding von Karstadt-Eigentümer René Benko. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten Signa und die Mediengruppe in einer gemeinsamen Pressemitteilung an diesem Montag mit.

          Konkret übernehme die im Eigentum des Immobilieninvestors Benko stehende Signa Holding 49 Prozent an der WAZ Auslands Holding GmbH. Über diese Gesellschaft hält die Funke-Gruppe die Hälfte an der „Kronen Zeitung“ und knapp die Hälfte am „Kurier“. Das Boulevardblatt „Kronen Zeitung“ ist die auflagenstärkste Zeitung in Österreich. Die übrigen Anteile an ihr gehören der Familie Dichand. Am „Kurier“ ist die österreichische Raiffeisen-Gruppe beteiligt.

          Für Benkos Signa Holding ist der Kauf die erste Investition im Medienbereich. Der Gruppe gehören zahlreiche Immobilien und Handelsunternehmen, darunter die Warenhausmarke Karstadt, die derzeit mit der anderen großen deutschen Warenhausmarke, Kaufhof, fusioniert. Der Einstieg Benkos ins Tageszeitungsgeschäft kommt überraschend. Damit entwickelt sich die ursprüngliche Ausrichtung des Immobilieninvestors, der zu einem Handelsriesen wurde, nun hin zu einem Mischkonzern.

          Die Funke Mediengruppe ist nach eigenen Angaben seit 1987 im österreichischen Medienmarkt aktiv. Sie verlegt Tageszeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften, Anzeigenblätter sowie Kundenzeitschriften und besitzt mehrere Großdruckereien. In Deutschland gehören unter anderem die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ), die „Thüringer Allgemeine“, das „Hamburger Abendblatt“ und die „Berliner Morgenpost“ zu der Gruppe.

          Weitere Themen

          Vier Tage arbeiten, weniger drucken

          Microsoft in Japan : Vier Tage arbeiten, weniger drucken

          Microsoft Japan verordnete seinen Mitarbeitern einen Monat lang eine Viertagewoche und meldete zunächst einen Produktivitätsgewinn um 40 Prozent. Nun hat das Unternehmen die Zahl zurückgenommen.

          Topmeldungen

           Unsere Sprinter-Autorin: Anna-Lena Ripperger

          F.A.Z.-Sprinter : Die Last der Macht

          Die Linke muss sich nach dem Rückzug von Sahra Wagenknecht nach einer neuen Ko-Vorsitzenden umschauen und auch der CDU könnten unruhige Zeiten bevorstehen. Was sonst wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.