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Rekord : Die Lufthansa verdient deutlich mehr Geld

  • Aktualisiert am

Ein A380-Airbus der Lufthansa auf dem Heimatflughafen Frankfurt. Bild: dpa

Deutschlands größte Fluglinie meldet gute Geschäfte. Ihr Chef sagt, warum das gerade jetzt so wichtig ist.

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          Die Lufthansa verdient mehr Geld: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg von Juli bis September binnen Jahresfrist um rund ein Drittel auf 1,52 Milliarden Euro, wie das Unternehmen an diesem Mittwoch mitteilte.

          Die größte deutsche Airline bekräftige ihre Ziele für das Gesamtjahr und verbuchte nach neun Monaten das beste Ergebnis der Firmengeschichte. „Dadurch erlangen wir die Investitions- und Wachstumsfähigkeit, die  wir benötigen, um uns aktiv an der Konsolidierung des europäischen Airlinemarktes zu beteiligen und in die Zukunft unseres Unternehmens investieren zu können", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

          Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um rund elf Prozent auf 9,8 Milliarden Euro, der Konzerngewinn sank dagegen um etwa 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Dies liegt im Rahmen der Analystenerwartungen. Für das vierte Quartal peilt Spohr eine leicht positive Entwicklung der Stückerlöse an, die im dritten Quartal um 4,5 Prozent zulegten. Gleichzeitig rechnet der Manager für das Jahresende mit einem leichten Rückgang der Stückkosten bei den Passagier-Airlines.

          Spohr hatte zuletzt in Aussicht gestellt, dass 2017 für die Lufthansa deutlich besser ausfallen dürfte als 2016, als es einen Rekord-Gewinn von 1,75 Milliarden Euro gab. Zuvor befragte Analysten rechnen in diesem Jahr mit einem bereinigten Ebit von 2,6 Milliarden Euro.

          Der größte Teil der Kosten durch die Übernahme von Teilen des insolventen Rivalen Air Berlin schlägt sich erst Anfang 2018 in den Lufthansa-Zahlen nieder. Die Lufthansa hat sich Mitte Oktober mit der Air Berlin auf den Kauf von deren Tochtergesellschaften Niki und LGW für 210 Millionen Euro geeinigt und übernimmt rund 1700 Mitarbeiter. Spohr will 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Billig-Tochtergesellschaft Eurowings stecken und insgesamt 3000 neue Stellen schaffen. Eurowings übernimmt ungefähr 80 der gut 130 Air-Berlin-Flugzeuge. Zudem hat Spohr ein Auge auf die insolvente Alitalia geworfen. Hier will der Konzern aber nicht die gesamte Traditions-Airline übernehmen, sondern nur Teile einer „neu strukturierten Alitalia“ mit einem „fokussierten Geschäftsmodell“.

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