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Anschläge auf Sri Lanka : Reisekonzerne bieten kostenlose Stornierungen an

Das Kingsbury-Hotel in Colombo auf Sri Lanka nach den Anschlägen am Ostersonntag Bild: AFP

Die Reisekonzerne TUI und Thomas Cook bieten Reisen in die Luxushotels an, in denen die Anschläge auf Sri Lanka verübt wurden. 24 deutsche Gäste von TUI sind zurzeit in Colombo.

          Die Anschläge auf Kirchen und Luxushotels auf der Ferieninsel Sri Lanka am Ostersonntag erschüttern die ganze Welt. Mehr als 200 Menschen sind Berichten zufolge zu Tode gekommen, darunter offenbar 32 Ausländer aus Amerika, Belgien, China, Großbritannien, Indien, den Niederlanden, Portugal und der Türkei.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch TUI, der größte Reisekonzern der Welt mit Sitz in Berlin und Hannover, und der Tourismuskonzern Thomas Cook aus London haben die Luxushotels, in denen die Anschläge verübt wurden, im Programm, bestätigten Sprecherinnen der Konzerne auf Anfrage von FAZ.NET.

          24 deutsche TUI-Gäste in Colombo

          Es sind aber offenbar keine Gäste der Reisekonzerne betroffen und auch nicht in den betroffenen Hotels untergebracht, wohl aber im Land. Eine TUI-Sprecherin bestätigte, dass zurzeit etwa 150 Reisegäste des Konzerns auf Sri Lanka sind, davon 24 deutsche Gäste in der Hauptstadt Colombo. Thomas Cook möchte keine genauen Zahlen herausgeben, nennt aber eine Gästezahl „im unteren dreistelligen Bereich“, die sich zurzeit im Land befänden. Sri Lanka sei aber eher ein im Winter beliebtes Reiseziel, erklärt TUI. Deshalb halte sich die Zahl der Gäste in Grenzen.

          Die Reisekonzerne versichern, mit Stornoanfragen kulant umzugehen. Thomas Cook und TUI lassen kostenlose Stornierungen für ganz Sri Lanka für alle Abreisen bis zum 23. April 2019 zu, erklären die Unternehmen. Zudem würden Rückreisewünsche vor Ort kulant behandelt. Die Gäste der Reiseunternehmen seien per SMS angewiesen worden, im Hotel zu bleiben und den Sicherheitsanweisungen der Behörden vor Ort Folge zu leisten. Anstehende Ausflüge seien abgesagt worden, die Gäste über die Reisesperre informiert worden. Zudem stehe man in direktem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt, geben beide Sprecherinnen an.

          Das schreibt zudem auf seiner Webseite: „Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze und insbesondere die Anschlagsorte weiträumig zu meiden.“ Mit gültigem Reisepass und Flugticket sind Fahrten zum Flughafen nach Informationen des Auswärtigen Amtes aber möglich, trotz der Ausgangssperre. Reisende sollten zudem spätestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen.

          Die Lufthansa-Gruppe erklärte auf Anfrage von FAZ.NET, Kunden könnten Tickets nach Sri Lanka im Rahmen einer Kulanzregel einmalig umbuchen. Das gelte für alle Tickets, die bis zum 21. April für Flüge bis zum 31. Mai ausgestellt worden seien. Die Lufthansa-Hotline ist unter der 069 / 86 799 799 zu erreichen. Stornierungen seien nur bei bestimmten Ticketarten möglich. Passagiere sollten sich dafür an die ausstellende Fluglinie wenden, die auf dem Ticket vermerkt sei. Durchgeführt werden die Flüge wiederum von der schweizerischen Fluglinie Edelweiss. Deren Kundenhotline lautet 0041 848 333 593.

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