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Erfolgreicher Reisekonzern : Airbnb, die nette Tante von Uber

Joe Gebbia, Nathan Blecharczyk und Brian Chesky (von links) haben Airbnb zusammen aufgebaut. Bild: Getty

Die Gründer begannen mit Luftmatratzen auf dem Boden. Sie schufen mit Airbnb einen Reisekonzern, der anders als andere Sharing-Economy-Betriebe ohne Skandal auskommt.

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          Meldungen über Konflikte gibt es aus der Sphäre dieses Trios nicht. Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk haben vor zehn Jahren den Unterkunftsvermittler Airbnb gegründet. „Völlig verrückt“ hätten damals die meisten Menschen die Idee gefunden, dass Fremde in Wohnungen übernachten würden“, sagt der 36 Jahre alte Chesky. Doch mittlerweile haben er und seine beiden Mitgründer mehr als 300 Millionen Übernachtungen in fremden Appartements, ausgefallenen Quartieren vom Leuchtturm bis zur Almhütte und in exquisiten Landhäusern vermittelt. 2028 sollen es eine Milliarde Nächte sein – innerhalb eines Jahres.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nicht allen Stadtoberen gefällt dieser Expansionsdrang. In der Geschäftsidee wird die Wurzel allen Ungemachs auf dem Wohnungsmarkt gesehen. Doch eine harte Replik auf den Vorwurf der massenhaften Zweckentfremdung von Wohnraum gibt es von Chesky, seinen Mitstreitern und Angestellten nicht. Hierzulande droht München Airbnb zum zehnten Jahrestag der Gründung mit einem Zwangsgeld von 300.000 Euro, sofern das Unternehmen nicht Daten von bayerischen Anbietern offenlegt. Airbnb preist lieber das neue Miteinander mit Frankfurt; für die Stadt zieht die Plattform seit Monatsbeginn den kommunalen Tourismusbeitrag ein. Schließlich, so erklärt es Airbnb, arbeite man mit Städten zusammen, „um einen verantwortungsvollen Tourismus zu unterstützen“.

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