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Rechtsform : Stiftung fordert „GmbH in Verantwortungseigentum“

Der Autozulieferer Bosch ist schon in der speziellen Rechtsform des Verantwortungseigentums organisiert. Bild: dpa

Am Montag gründete sich die Stiftung Verantwortungseigentum. Die Gründungsmitglieder definieren den Eigentumsbegriff neu.

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          Zwischen rund einem Dutzend Rechtsformen kann ein Unternehmen heutzutage wählen. Wenn es nach einer neuen Stiftung geht, ist das jedoch nicht genug. Sie fordert eine „GmbH in Verantwortungseigentum“. Diese soll für Unternehmen gedacht sein, die ihre Gewinne reinvestieren und in denen das Vermögen langfristig an das Unternehmen gebunden bleibt. Am Montag gründete sich die Stiftung Verantwortungseigentum in Berlin; an dem Festakt nahmen auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer teil.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Rund 30 Unternehmen zählen zu den Gründungsmitgliedern, darunter die Biosupermarktkette Alnatura, der Naturkosmetikhersteller Weleda, aber auch das Berliner Kondom-Start-up Einhorn. Bislang seien Unternehmen, die sich dem Begriff „Verantwortungseigentum“ verpflichtet fühlen, oft als Stiftungen organisiert, heißt es von den Initiatoren. Als Beispiel wird immer wieder die Struktur von Bosch genannt. Doch solche Modelle seien in der Vorbereitung sehr teuer und kämen deshalb nur für große Unternehmen in Frage. Deshalb hofft die Stiftung, dass Deutschland sich an Ländern wie Großbritannien orientiert. Dort gibt es das Konstrukt der „Community Interest Company“. Dieses steht allerdings bislang nur Sozialunternehmen offen.

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