https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ravensburger-ein-pr-debakel-namens-winnetou-18268425.html

Ravensburger : Ein PR-Debakel namens Winnetou

Spalter der Nation: Das Cover des zurückgezogenen Buches Bild: dpa

Winnetou bewegt das Land. Aber was ist in der Kommunikation eigentlich schief gelaufen? PR-Fachleute sezieren die Fehler.

          4 Min.

          Winnetou spaltet das Land, wenn auch nicht mit Pfeil und Bogen. Der Ravensburger-Verlag, der sonst für harmlose Puzzles bekannt ist und abgesehen von großen Kinderaugen nicht groß im Verdacht steht, zu emotionalisieren, hat sich mitten in die Nesseln des Kulturkampfs gesetzt. Erst verlegte das traditionsreiche Familienunternehmen aus Ravensburg vier Titel zum Winnetou-Film „Der junge Häuptling“, dann zog er diese nach heftiger Kritik zurück, nur um dadurch einen noch viel größeren Aufschrei zu provozieren, der es bis auf die Titelseiten der Zeitungen brachte.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Inhaltlich bewegt der Fall das Feuilleton wie den Boulevard. Handwerklich analysieren die Spindoktoren der Republik den Fall: Was ist schief gelaufen in der Kommunikation des Verlages? Was raten PR-Fachleute Ravensburger jetzt? Und was können Unternehmen tun, um Shitstorms, wie ein solcher Online-Aufschrei genannt wird, zu verhindern oder gewappnet zu sein, falls der nächste Sturm kommt?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die gefälschten Titelblätter der Satire-Zeitschriften.

          Russland fälscht Satireblätter : Das ist keine Satire, das ist dumpfe Propaganda

          Die russische Propaganda tobt sich auf einem neuen Feld aus. Sie fälscht Titel von Satireblättern wie „Charlie Hebdo“, „Mad“ und „Titanic“. Die Botschaft lautet: Die Ukrainer seien Nazis und die Europäer hätten die Ukraine-Hilfe satt. Ein Gastbeitrag.
          „An den Kopf zu geben“ steht auf diesem Topf. Er war einer von acht untersuchten Gefäßen mit Zubereitungen für den Kopf der Mumie, die unter anderem ein Gemisch aus Pistazienharz und Wacholderöl enthielten.

          Mumifizierung im alten Ägypten : Cremes für die Ewigkeit

          Im Geschirr aus einer Mumifizierungsstätte wurden Rückstände einiger der Essenzen identifiziert, mit denen die alten Ägypter ihre Toten einbalsamierten. Dabei gab es einige Überraschungen.