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Raumfahrt : Porsche SE steigt in Raketen-Start-up Isar Aerospace ein

  • Aktualisiert am

Das computergenerierte Bild zeigt eine „Spectrum“-Rakete des Raketenbauers Isar Aerospace. Bild: dpa

Die Holding Porsche SE investiert in ein Raketen-Start-up. Das Unternehmen Isar Aerospace hat rund 75 Millionen Dollar eingesammelt.

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          Die VW-Eigentümerholding Porsche Automobil Holding SE steckt Geld in das bayerische Raketen-Start-up Isar Aerospace. Die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft der Volkswagen-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch erwirbt mit dem Investment einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich und baut damit ihr Beteiligungsportfolio aus. Isar Aerospace entwickelt und produziert Trägerraketen für den Transport von Satelliten. „Als Investor mit Fokus auf Mobilitäts- und Industrietechnologien sind wir davon überzeugt, dass der kostengünstige und flexible Zugang zum Weltall für Innovationen in vielen Industriebereichen sorgen wird“, sagte der bei der Porsche SE für Beteiligungen zuständige Manager Lutz Meschke am Mittwoch.

          Raketenstart im nächsten Jahr

          Isar Aerospace hat bislang noch keine Satelliten ins Weltall gebracht, plant aber den ersten Raketenstart für das kommende Jahr. Die vom Unternehmen entwickelte Rakete „Spectrum“ soll eine besonders kostengünstige und zeitlich flexible Transportmöglichkeit für Satelliten bieten. Kostenvorteile gegenüber derzeit verfügbaren Trägerraketen sollen insbesondere durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Herstellung der Raketen erreicht werden. Isar Aerospace begibt sich damit in einen Zukunftsmarkt, der zuletzt immer stärker von Firmen wie SpaceX von US-Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk ins Auge gefasst wurde. Auch die Raumfahrtfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos setzt auf kostengünstige Raketentechnologie, um Geräte und Touristen ins All zu bringen.

          Die Beteiligung der Porsche SE wurde im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der Isar Aerospace aus Ottobrunn bei München rund 75 Millionen US-Dollar (63,5 Mio Euro) bei der Porsche SE und weiteren Investoren einsammelte. Insgesamt hat das Unternehmen damit bisher Gelder in Höhe von über 180 Millionen Dollar eingeworben.

          Die Porsche SE hat bislang neben der maßgeblichen Beteiligung am Volkswagen-Konzern und diversen Minderheitsbeteiligungen vor allem Anteile an der Karlsruher PTV Planung Transport Verkehr AG, die Software zur Transportmodellierung, Simulation und Verkehrsmanagement anbietet. Die Porsche SE ist nicht zu verwechseln mit dem Sportwagenbauer gleichen Namens. Indirekt gehört der Holding die Stuttgarter Autofirma aber doch, denn die Porsche AG ist komplett im Besitz des Volkswagen-Konzerns – und den beherrscht die Porsche-Holding über die Stimmrechtsmehrheit. Die Porsche SE ist im MDax notiert, ihr werden aber Chancen für den Einzug in den Dax eingeräumt, wenn der Leitindex im Herbst von 30 auf 40 Mitglieder aufgestockt wird.

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