https://www.faz.net/-gqe-abqmu

Deutschrapper als Unternehmer : Die Pizza kommt vom Bratan

Der Berliner Deutschrapper Capital Bra präsentiert seine neuen „Gangstarella“-Pizzen „Thunfisch“ und „Sucuk“. Bild: Universal

Die Charts dominieren Rapper wie Capital Bra schon lange. Nun sind ihre Namen immer öfter auf Pizzakartons oder Eisteeverpackungen im Supermarkt-Regal zu entdecken. Warum ist das so?

          6 Min.

          Bratan läuft, Para und Erfolg. Gestern war’n die Platten grau, heute sind sie Gold“, heißt es in einer Songzeile von Capital Bra. Wer sich die Erfolge des 26 Jahre jungen Rappers anschaut, bezweifelt nicht, dass genug Para, also Geld, da ist. Capital Bra gehört zu den erfolgreichsten Rappern in Deutschland, hat – Stand jetzt – 22 Nummer eins-Hits in den offiziellen deutschen Single-Charts. Doch neben seiner Musikkarriere begibt er sich längst auch in andere Geschäftsfelder: Seit diesem Jahr verkauft der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Vladislav Balovatsky heißt, mit UniBev einen Eistee, den „BraTee“. Schon seit 2020 steht mit „Gangstarella“ zudem eine Tiefkühlpizza in mehreren Geschmacksrichtungen in den Supermarkt-Regalen.

          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Damit ist er nicht allein, immer häufiger landen Produkte von deutschen Rappern im Einzelhandel. So kooperiert der Getränkehersteller Pernod Ricard mit dem Offenbacher Rapper Capo und verkauft eine limitierte Version für die Marke Havana Club. Der Kölner Rapper Eko Fresh will in diesem Jahr noch gemeinsam mit der Spirituosenmarken Wodka Gorbatschow ein Getränk auf den Markt bringen. Zuletzt hat auch Rapperin Shirin David bekannt gegeben, mit einer eigenen Eistee-Marke auf den Markt zu wollen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wegen seines Umgangs mit dem Missbrauchsskandal in der Kritik: Rainer Maria Kardinal Woelki

          Erzbistum Köln : Gibt es noch eine Zukunft mit Woelki?

          In Köln ist das Vertrauensverhältnis zwischen Erzbistum und Erzbischof zerrüttet. Ein externer Moderator muss einspringen. Nicht wenige hoffen, dass ein Spruch aus Rom die Angelegenheit schon vorher erledigt.
          Im Wahlkampf: Der Kanzlerkandidat der Union und CDU-Vorsitzende Armin Laschet

          Wahlprogramm der Union : Adenauer reicht nicht mehr

          Vielleicht wäre es Armin Laschet am liebsten gewesen, einfach Wahlkampfplakate mit den Worten „Keine Experimente!“ zu bedrucken – und abzuwarten, wie sich die Konkurrenz um Kopf und Kragen redet. Tatsächlich muss er mehr tun.