https://www.faz.net/-gqe-9i9se

Preissenkung angekündigt : Tesla verdoppelt Produktion – und enttäuscht Anleger

  • Aktualisiert am

Tesla-Chef Elon Musk Bild: AP

Tesla lieferte 2018 mehr als doppelt so viele Autos aus wie 2017. Doch die Anleger haben mehr erwartet. Der Aktienkurs rauscht nach unten – auch weil Tesla die Preise senkt.

          1 Min.

          Tesla hat im vierten Quartal weniger Elektroautos an die Kundschaft gebracht als erwartet – die Aktionäre reagierten enttäuscht. Elon Musks Konzern lieferte laut Mitteilung vom Mittwoch insgesamt rund 90.700 Fahrzeuge aus, davon entfielen 63.150 Stück auf den Hoffnungsträger Model 3.

          Auch wenn Tesla sich damit im Jahresvergleich um mehr als das Dreifache steigerte und neue Rekordwerte erreichte, war an der Wall Street mit stärkeren Zahlen gerechnet worden. Dem Sender CNBC zufolge gingen die Analysten im Schnitt von 64.900 ausgelieferten Model 3 aus. Die Aktie fiel zwischenzeitlich um mehr als 9 Prozent.

          Holpriger Start in den Massenmarkt

          Das Model 3 ist das erste günstigere E-Auto von Tesla, mit dem Musk den Sprung in den Massenmarkt schaffen will. Der Produktionsstart war zunächst holprig verlaufen. In den vergangenen Monaten produzierte Tesla dann aber deutlich mehr: Im vergangenen Quartal liefen insgesamt 86.555 Wagen vom Band, das waren acht Prozent mehr als im vorangegangenen Vierteljahr.

          Neben dem neueren Model 3 produziert Tesla die Luxus-Limousine Model S und den E-SUV Model X. Im Gesamtjahr 2018 wurden ungefähr 245.000 Autos ausgeliefert, mehr als doppelt so viele wie 2017. Nach einer Kürzung der staatlichen Förderprämie für E-Autos kündigte Tesla zudem an, die Preise für Kunden in den Vereinigten Staaten um 2000 Dollar je Fahrzeug zu senken. Auch das dürfte zur Enttäuschung der Anleger beigetragen haben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die draußen gegen die drinnen: Aktivisten demonstrieren am Mittwoch vor den Türen der Messehalle in Madrid.

          Klimagipfel in Madrid : Aufbruch im Mäuseschritt

          Beim Klimagipfel in Madrid trifft Protest auf Politik, ehrgeizig wollen alle sein. Doch im Inneren der Messehalle sind selbst kleine Kompromisse mühsam – vielversprechend klingt nur der „Green Deal.“
          Christine Lagarde auf der Pressekonferenz in Frankfurt

          EZB-Präsidentin Lagarde : Zinsentscheid mit einem Lächeln

          Die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, stellt sich erstmals nach einer Ratssitzung der Presse. Den Zinssatz lässt sie unverändert, doch ihr Stil unterscheidet sich deutlich von dem ihres Vorgängers Draghi.
          Wenn als Kind Traumata erlebt werden, kann dies zu epigenetischen Veränderungen führen, die Depressionen hervorrufen.

          Wie viele Kinder leiden? : Die angeknackste Psyche der Jugend

          Warum sind in Deutschland doppelt so viele junge Menschen depressiv wie im Rest Europas? Eine große Studie legt das nahe. Doch die Statistik ist trügerisch, was nicht zuletzt auch an den Ärzten liegt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.