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Quartalszahlen : Gewinn von Düngemittelkonzern K+S um ein Viertel eingebrochen

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15 Milliarden Euro Börsenwert gingen bei Kali-Produzenten weltweit innerhalb von wenigen Tagen verloren Bild: dpa

Der in Turbulenzen geratene Düngemittel- und Salzkonzern K+S will sich nicht auf eine konkrete Jahresprognose festlegen. Der Gewinn vor Steuern sank im zweiten Quartal um ein Viertel.

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          Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat im abgelaufenen Quartal unter anderem wegen geringerer Preise für Kali- und Magnesiumprodukte ein Viertel weniger verdient. Der Betriebsgewinn (Ebit I) sei im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um 25,7 Prozent auf 162,6 Millionen Euro gesunken, teilte das Kasseler Unternehmen am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 165 Millionen Euro gerechnet.

          Unter dem Strich steht ein bereinigter Gewinn von 105,9 Millionen Euro - ein Rückgang in Höhe von knapp 30 Prozent. K+S setzte von April bis Juni 874,5 Millionen Euro um – ein Minus von 12,2 Prozent. Wegen der jüngsten Turbulenzen in der Kalibranche hatte Konzernchef Norbert Steiner erst vor einer Woche die Geschäftsziele für dieses Jahr gekippt. Die erwartete Ergebnisverbesserung im Salzgeschäft werde nicht reichen, um das Minus bei Kali- und Magnesiumprodukten wettzumachen. K+S werde fortlaufend den Wettbewerb beobachten und sich auf mögliche Veränderungen vorbereiten.

          Eine neue Prognose für das Gesamtjahr wagte Steiner nicht. K+S bekräftigte aber, das große Minenprojekt in Kanada schreite planmäßig voran.

          Die Kündigung der russisch-weißrussischen Kali-Allianz durch den russischen Konzern Uralkali hatte Ende Juli für ein Erdbeben im globalen Düngemittel-Markt gesorgt. Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner hatte stark fallende Kali-Preise prognostiziert. Daraufhin waren die Kurse der großen Kali-Produzenten weltweit in den Keller gestürzt. 40 Prozent hatte K+S, die frühere Kali und Salz, binnen Tagen an Wert verloren und damit mehrere Milliarden Euro.

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